Die Zeit-Seite


Von der Zeit und Kunst der Nachhaltigkeit

"Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu geniessen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich [...] sind wir alle nur sterblich."
Jean-Luc Picard, Kapitän des Raumschiffs Enterprise, gespielt von Patrick Stewart. (Quelle: www.zitate.net)

Überblick
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1. Das Phänomen der Zeit (Zeitphilosophie)

2. Das Tutzinger Projekt “Ökologie der Zeit” (Praktikum Tutzing)

3. Meine Dissertation zur “Betrieblichen Synchronie” (Promotion)

4. Spezielle Seminare, Trainings und Beratungsangebote zum Thema Zeit

Das Phänomen der Zeit

Zeit ist für Kant kein empirischer Begriff, sondern eine notwendige Bedingung des Denkens. Falls Kant mit dieser Aussage recht hat, so können wir Menschen gar nicht anders, als uns alles nur zeitlich (und räumlich) vorzustellen. Zeit ist dann in diesem Sinne keine Gegebenheit “an sich”. Sie ist immer eine Art und Weise, wie wir Dinge betrachten, beschreiben und schliesslich aufzeichnen. Das heisst, dass die Welt immer auch eine durch die menschlichen Wahrnehmungssysteme aufbereitete und geformte Welt ist. Zeit ist die Dimension, in der sich überhaupt erst alle Wirklichkeit und Bewegung für uns Menschen abspielen kann, d.h. sie ist zwar wirklich, aber nicht unabhängig von der menschlichen Anschauung festzustellen. Im Gegensatz zur „objektiven“ Zeit mechanischer Uhren ist diese (bewusst) erlebte Zeit von Eindrücken und Stimmungen abhängig. Um so erstaunlicher ist es, dass in den meisten Fällen von der Zeit im Singular gesprochen wird, so, als gäbe es nur eine objektiv gültige Zeit, von der aus alle anderen Zeitformen und -erlebnisse ableitbar sind.

Das zeigt andererseits, dass die Sprache - und damit die Möglichkeit der Darstellung von Zeit - schnell an ihre Grenzen kommt. An Grenzen, die auch kulturell geprägt sind, gesellschaftlich hoch bedeutsam sind und sich im Laufe der Geschichte verändert haben. Genauso verändert, wie der damit verbundene ökonomische Umgang mit verschiedenen Zeitformen. Sollten Sie Interesse an philosophische Gedanken zum Thema Zeit haben, so gehen Sie auf meine Zeitphilosophie Seite.

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Meine Promotion
zur betrieblichen Synchronie
Das Tutzinger Projekt 
"Ökologie der Zeit"

Zeitliche Eingriffe in Betrieben werden weitgehend ohne Berücksichtigung des Umfeldes und Kontextes, also der Zeitökologie des Betriebes, und ohne Blick auf die ökologischen, sozialen und individuellen Folgen solcher Entscheidungen vorgenommen. Dies geschieht vor allem deshalb, weil über die Zeitenvielfalt im Betrieb - und ihre Produktivität - viel zu wenig bekannt ist.

Diesem Missstand setzt meine Dissertation, die 2007 an der Hochschule für Philosophie angenommen wurde insofern etwas entgegen, als sie zeigt, dass Beispielsweise die Zeitformen Dauer, Warten und Pause ökonomisch Produktiv eingesetzt werden können. Doch dazu muss man sich mit den vielfältigen Phänomenen im Betrieb auseinandersetzen. Und zwar sowohl empirisch, als auch kategorial.

Seit Ende 1998 arbeite ich am Tutzinger Projekt “Ökologie der Zeit” mit. Im Rahmen dieses Projektes geht es darum, angemessene Zeitmaße für die Umwelt und natürliche Mitwelt zu finden, zu begründen und konkret umsetzbar zu gestalten. Dabei ist ein wichtiger Aspekt des Projektes, das Verhältnis von kulturellen zu natürlichen Zeitordnungen und die Entwicklung beider zu verstehen.

In diesem Zusammenhang entstand auch mein Promotionsvorhaben “Betriebliche Synchronie. Über das komplexe Zusammenspiel der Zeitformen Dauer, Warten und Pause in betrieblichen Organisationen.”

Veröffentlichungen und Trainings zum Thema Zeit

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Aus den theoretischen Grundlagen und mit den Erfahrungen in der Bildungsarbeit habe ich - in Verbindung mit dem DGB Bildungswerk Bayern - Seminarkonzepte und Trainingsangebote zum Umgang mit Zeit entwickelt. Als betriebliche Zeitberatung zu den Themen Work-Life-Balance und kollektive Zeitautonomie eignen sich diese speziell für Gremien, Gruppen und Teams in Form von Inhouse Seminaren. Sie können diesbezüglich Kontakt mit mir aufnehmen und sich über die “Zeitreise in meinem Unternehmen” informieren.

Folgende Publikationen oder Vorträge könnten hierfür interessant sein:

 

  • Hier können Sie das Inhaltsverzeichnis [PDF] und die Problemexposition [PDF] (Kapitel 1) meiner Dissertation “Betriebliche Synchronie” zum Drucken herunterladen, und hier können Sie die Zusammenfassung [PDF], ebenfalls zum Drucken herunterladen.
    Die Dissertation ist im Oktober 2007 mit einem Geleitwort von Dr. Martin Held, Tutzinger Projekt Ökologie der Zeit, unter der ISBN 978-3-8288-9435-8 im Tectum Verlag erschienen. Dort können Sie sie käuflich erwerben.

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