Die ökologische Krise

„Von den ideellen Häusern des Menschen ist das umfassendste das Ganze des Seins, der Gegenstand der Philosophie; und die Gefährdung unseres irdischen Hauses hat zu tun mit der Zerstörung des ideellen Hauses. So unerläßlich, vielleicht sogar vorrangig, ökotechnokratische Detailarbeit, die den Einzelwissenschaften überlassen ist, in der nächsten Zukunft sein wird, sosehr wird doch nur eine Wiederherstellung des ideellen Hauses langfristig das Überleben unseres planetarischen Hauses zu sichern vermögen: die Wiedergewinnung einer metaphysischen Heimat für den Menschen der technischen Zivilisation“ (Vittorio Hösle).1

Meine Magisterarbeit trug als Publikation den Titel „Umweltethik. Wider die ökologische Krise“. Der Titel der abgegebenen Arbeit entsprach dem Untertitel des Buches und lautete „Naturverständnis und Umweltethik im Zeitalter ökologischer Krisen. Ein kritischer Vergleich der Positionen von Vittorio Hösle und Hans Jonas”Tectum - Buchcover Wider die ökologische Krise (Titel)

Die Magisterarbeit umfasst vier Teile. Der erste ist eher empirischer Natur und führt anhand von verschiedenen Fakten in das Problem der globalen ökologischen Krise ein. Dabei wird auch bestimmt, was Ursachen und Folgen der ökologischen Krise sind und wie sich dieser Begriff bestimmen lässt.

Im zweiten Teil geht es um eine Analyse und Rekonstruktion der Position von Hans Jonas. Es wird versucht sein Naturverständnis („Das Prinzip Leben”) zu erarbeiten und seine Folgerungen für die Ethik („Das Prinzip Verantwortung”) nachzuzeichnen.

Nachdem Vittorio Hösle in vielem auf Hans Jonas aufbaut, widmet sich der dritte Teil der Arbeit speziell seiner Position in Fragen des Naturverständnisses und der daraus folgenden umweltethischen Konsequenzen („Die Krise der Gegenwart und die Verantwortung der Philosophie”, „Philosophie der ökologischen Krise”). Auch hier geht es zunächst nur um eine Rekonstruktion der Grundgedanken. Der vierte Teil der Arbeit stellt eine Verknüpfung her und überprüft, inwieweit die Positionen von Hans Jonas und Vittorio Hösle zu einer tragfähigen Umweltethik im Zeitalter der ökologischen Krise beitragen können.

Das spezielle Interesse der Magisterarbeit galt dem Zusammenhang zwischen dem modernen Naturverständnis, das vor allem auf einem naturwissenschaftlichen Zugang beruht, und den damit verbundenen ethischen Vorstellungen. Ausgangshypothese war dabei der Grundgedanke, dass die moderne Naturwissenschaft keine Zielstrebigkeit (Teleologie) der Natur, insbesondere des Lebendigen, kennt, diese Teleologie aber in der Natur nicht nur vorhanden und aufzuweisen ist, sondern für eine konsistente Begründung einer Umweltethik unerlässlich. Ein Aufweis dieser Teleologie erfordert jedoch eine adäquate Metaphysik der Natur. Zur Ausgangshypothese gehört auch das spezifisch neuzeitliche Problem, dass der Schöpfungsgedanke, und damit ein Stück Unverfügbarkeit der Natur, mehr und mehr wegfällt.

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Bezüglich der Ökologischen Krise ist es eigentlich schon kurz nach 12.
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Die Magisterarbeit ist im September 2007 im Tectum Verlag, Marburg, erschienen. Hier können Sie eine Kurzbeschreibung der Struktur und Argumentation der Magisterarbeit einsehen und lesen, die Gliederung und Einleitung der Magisterarbeit zur Kenntnis nehmen oder das Buch direkt hier, bzw. unter der ISBN Nummer 978-3-8288-9391-7 beim Tectum Verlag bestellen. Alternativ können Sie es auch bei mir hier direkt anfordern.

Neuerdings stelle ich über einige meiner Blogbeiträge wieder Überlegungen dazu an, wie auf folgenden Seiten:

Es dient mir dazu, neuere Aspekte einzubeziehen oder verschiedene Themen von mir zu verknüpfen bzw. auch neue Gedanken dazu zu entwickeln.

  1. Philosophie der Ökologischen Krise, S. 18f []