Mal was Positives über Facebook

Keine Angst – ich bin kein allzu großer Freund von Facebook. Eigentlich finde ich die Politik von Mark Zuckerberg, alles auf die Geldgeber zuzuschneiden und den eigentlichen Anwendern (fast) alle Rechte vorzuenthalten, ziemlich entsetzlich. Und dann auch noch diese Abzocke beim Börsengang. Wobei – das ist sicher eine Sache, an der auch die beteiligten Banken nicht unschuldig sind. Ich bin auch kein Junkie in Bezug auf die Sozialen Medien oder das Web 2.0, denn sie benötigen vor allem eins: Zeit. Zeit, die ich selten habe. Mir aber gerade in Bezug auf die neuen Medien gerne nehmen will. Insofern ist auch mein Leben widersprüchlich. Ich will an dieser Stelle nur kur berichten, warum ich dennoch gerne Facebook nutze.

Warum möchte ich meinen Facebook Account nicht mehr missen? Weil darin allein heute ein paar Informationen von ehemaligen Freunden und Bekannten stehen, von denen ich sonst eigentlich nichts (mehr) mitbekommen würde. Da kann einer an der Woche (noch) nichts Positives erkennen, weil neben dem Weggang alter Freunde das Auto schrottreif und zum Urlaub noch ewig hin ist. Jemand findet Schmidbauer, Kälberer und Pippo Pollina super gut und jemand anders bedauert, dass John Lord, eín Gründungsmitglied von Deep Purple, einer Kultband für den Betreffenden bis heute, nun tot ist. Und schließlich hat jemand Karten für das Konstantin Wecker Konzert gewonnen. Alles persönliche Informationen, um die ich sonst nicht wissen würde.

Die mich aber auch noch nicht zwangsläufig interessieren müssen. Was für mich das eigentlich interessante ist, das sind Bemerkungen zu politischen Ereignissen und Einschätzungen bezüglich der allgemeinen Situation. Beispielsweise die Frage meines besten Freundes, was denn nun so komisch an einer Forderung sei, eine verpflichtende Krankenversicherung für alle Menschen einzuführen. Bezogen auf die Debatte um „Obama Care“. Oder die Meldung einer Internetorganisation wie campact, dass am 25. August der große „Good Food March“ startet. Verbunden mit dem Aufruf, doch fleißig mitzumachen. Es ist diese Art von Informationen, ihrer Vernetzung und der Möglichkeit, dazu aktiv (Kommentar) oder passiv (gefällt mir) – oder auch nicht – Stellung zu nehmen, die mir gefällt. Und mit der ich ein ganz klein wenig hoffe, zum Politischen – im Sinne eines Bezugs auf das Gemeinwesen – etwas beitragen zu können.

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