Wo bleibt die digitale politische Erwachsenenbildung?

„Am 20. Oktober 2014, einem Montag, wurde aus der Facebook-Gruppe Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEGIDA) ein Straßenprotest, der seit mehreren Wochen die Schlagzeilen beherrscht.“

Unter der Überschrift „Die Revolte der Demokratieverdrossenen“ schreibt Simon Teune, von dem obiges Zitat stammt, über die Entwicklung der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, kurz PEGIDA.1 Am ausgewählten Zitat ist für mich die entscheidende Passage die, dass sich der Straßenprotest aus einer Facebook-Gruppe heraus gegründet hat. Ein ziemlich untrügliches Zeichen dafür, welche Bedeutung die sozialen Medien und digitale Plattformen für das Zusammenleben in und mit der Gesellschaft, mithin auch für Politik und Bildung, gewonnen haben. Über die grundsätzliche Bedeutung und Funktionsweise der Sozialen Medien habe ich im Rahmen meiner Blogs durchaus schon sehr ausführlich geschrieben, beispielsweise hier und hier. Ich will mich im Rahmen dieses Beitrags auch nicht damit auseinandersetzen, was PEGIDA, „besorgte Bürger“ und Co. machen, was sie (negativ) auszeichnet oder auch welche vielfältigen Verbindungen es zum organisierten Rechtsextremismus gibt. Hierzu existieren bereits eine Reihe interessanter Blogs und mittlerweile auch die ersten wissenschaftlichen Studien, auf die ich verweisen will, wie etwa hier, hier und hier.2 Besonders nahe legen möchte ich bei Interesse die vielfältigen Analysen, die Sascha Lobo im Rahmen seiner Spiegel Kolumne mit Bezug zur Bedeutung des Netzes bereits angestellt hat.3 Ich will in diesem Beitrag darüber schreiben, welche grundsätzliche Bedeutung der „digitale Raum“ für die Argumentations- und Diskussionskultur der politischen Erwachsenenbildung gewonnen hat. Bzw. eigentlich genau darüber, dass er sie nicht gewonnen hat. Und darüber, warum die politische Erwachsenenbildung besonders gefordert ist, über die sozialen Medien – bzw. im Rahmen dieser – zu agieren.

Bild: Fred Barnard - Discussing the War in a Paris Café. Verwendung als gemeinfreie Datei auf den Wikimedie Commons.

Das Diskutieren und Argumentieren ist seit jeher der zentrale Bestandteil politischer Bildungsarbeit. Egal, in welchen Formen es stattfindet oder für welche Zielgruppen es geplant wird. Dabei kann es schon einmal „heiß hergehen“, wie das Bild anhand einer Diskussion zur Kriegsbeteiligung zeigt. Das gilt natürlich vollumfänglich auch für den virtuellen Raum bzw. das Internet und die sozialen Medien. Nur wird es im digitalen Kontext bisher leider erst in Ausnahmefällen als politischer Bildungsauftrag angesehen. Insbesondere im Bereich der Erwachsenenbildung hat das sicher damit zu tun, dass sich die Erwachsenenbildner*innen damit auch nicht wirklich auskennen – oder nicht auskennen wollen. Aber es hat auch mit der problematischen Vorstellung zu tun, Kinder und Jugendliche würden besonders der Politischen Bildungsarbeit und der politischen Aufklärung bedürfen.4 Und die Übertragung auf das Netz wohl automatisch lernen, weil sie damit groß werden. 
Bild (= Beitragsbild als Ausschnitt): Fred Barnard – „Discussing the War in a Paris Café“ auf den Wikimedia Commons. Verwendung als gemeinfreie Datei (CC 0).

Das „Politische Lebewesen“ und seine Meinung

„Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden […] sich zu äußern.“5 

Wie recht Rosa Luxemburg mit diesem Zitat hatte, wird mir jetzt erst klar. Denn schon eine geraume Weile begegnet mir im Zuge meiner Tätigkeiten im Bereich der politischen Bildung, selbst bei politisch sehr engagierten Kolleg*innen, oder eigentlich noch viel häufiger in diesem Kreis, das Nicht-Argument, man müsse XY als Meinung oder auch Willensbekundungen verbieten.6 Begleitet oft von Bemerkungen, dass das alles Vollpfosten, Ignoranten, Idioten – also irgendwie nicht ganz zurechnungsfähige Personen – wären. Irgendwie schimmert für mich dabei durch, mit einem Ignorieren im günstigsten Fall, mit einem Verbot7 im schlimmsten Fall, wäre auch die hinter den Äußerungen stehenden Überzeugung und Meinung verschwunden. Gerne gestehe ich zu: auf jeden Fall muss man sich dann nicht mehr die Mühe machen, politisch zu überzeugen und zu argumentieren. „Man“ steht dabei auch automatisch auf der richtigen Seite. Aber: Wird damit erreicht, was politische Bildungsarbeit – und deren Auftrag – auszeichnet? Nämlich die Menschen von der Richtigkeit oder Falschheit ihrer Argumentation und schließlich ihrer Meinungen zu überzeugen?

Dazu lohnt sich sicher ein kurzer Blick auf eine Beschreibung von Politik, die im Kern ihrer Bedeutung als Regelungen der „Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen“8 zu verstehen ist und auf die politische Bildung, deren Ziel es ist, „Zusammenhänge im politischen Geschehen zu erkennen, Toleranz und Kritikfähigkeit zu vermitteln und zu stärken [und] demokratische Spielregeln zu verankern.“9 Ziemlich gut finde ich für dieses Vorgehen die Verwendung der Idee von Menschen als geborenen politischen Lebewesen. „Und nicht nur eine Mehrheit von Menschen gehört zum Staat, sondern auch eine Mehrheit von Menschen, die der Art (eîdos) nach verschieden sind. Denn aus ganz gleichen Menschen entsteht kein Staat“10 Ich verwende diese Vorstellung gerne in der Fassung von Aristoteles, der Menschen als naturgemäße verschiedene Lebewesen einer Polis-Gemeinschaft, eben als unterschiedliche Zoon politikon, begreift und bezeichnet.11 Verschiedene Menschen haben logischerweise verschiedene Meinungen – noch vor aller Politik. Dieses Verständnis kann man nun m.E. problemlos, oder zumindest ziemlich leicht, auf eine politische Bildung im digitalen Raum übertragen und dort speziell auf Communities (oder Gruppen) anwenden.

Politische Bildung

„Was auf den Dresdner Straßen und Plätzen tönt, ist zuvor an anderen Stellen kaum übersehbar gewesen“12 

Ja, es war kaum übersehbar. Zumindest dann wenn man die sozialen Medien im Blick gehabt hat. Aber auch dann, wenn man „nur“ beobachtet hat, was deren Eigenart ausmacht: die gesteigerte Möglichkeit – und im Bereich der Massenmedien erstmalig die Chance – über eigene Beiträge und Kommentare, über Likes und Dislikes, mitzudiskutieren und somit am (politischen) Diskurs echt teilzuhaben. Das führt ja nicht zwangsläufig und automatisch zu einem „guten“ Ergebnis. Und so ergoss sich gerade „in den Online-Ausgaben kommerzieller Medien“, vor allem in den Kommentaren zu online erschienenen Artikeln, „ein Schwall giftiger Kommentare […] in denen muslimisches Leben in Deutschland zum Thema“ wurde und wird.13 Was sich dabei mittlerweile auf den verschiedensten Kanälen offenbart ist mitunter verheerend.14 Dies fängt bei rassistischer Hetze und „Hasskommentaren“ (Hatespeech) an, geht über fremdenfeindliche Verschwörungstheorien hin zum konkreten Gewaltaufruf und die gewollte bzw. angeleitete Organisation von Anschlägen auf Flüchtlingsheime. Die Sozialen Medien zeigen so ein unheimlich hässliches Gesicht von Deutschland (aber auch von Europa), das einem schon mal das Blut in den Adern gefrieren lasen kann. Und etwas dagegen zu tun steht auch für mich außer Frage. Doch die Frage stellt sich natürlich bereits hier: was ist dagegen zu tun? Vor allem: was kann man wirksam im Sinne der politischen (Erwachsenen-) Bildung tun? Denn eins kann man auch feststellen: die sozialen Medien und digitalen Plattformen sind mittlerweile Teil und Bestandteil vieler äußerst unterschiedlicher Gemeinschaften von Erwachsenen,15 mithin auch Teil von Politik, verstanden wiederum als Regelungsnotwendigkeit der Angelegenheiten des Gemeinwesens.

funktioniert nicht über Verbote,

Es wundert mich nicht wirklich, dass die Verbots- und Zensurdiskussion bevorzugt dann aufkommt, wenn es um das Löschen von Facebook Seiten mit entsprechenden Kommentaren geht. Auch so kann man eine Regelungsnotwendigkeit von Politik natürlich interpretieren. Für mich gibt es klare Tatbestände und bereits existierende Kriterien, wann beispielsweise eine Löschung (und Strafverfolgung) unumgänglich ist:

  • bei volksverhetzenden Äußerungen und/oder
  • dem konkreten Aufruf zur Gewalt.

Dazwischen gibt es aber ganz viel an durchaus hässlichen, homophoben, rassistischen, antisemitischen und ausländerfeindlichen Vorstellungen. Meist einhergehend mit äußerst problematischen gesellschaftspolitischen Ideen, die sich mittlerweile auch im Rahmen von politischen Veranstaltungen im Bereich der Erwachsenenbildung äußern. Gerade das muss den Anlass bieten, politische Bildung im Netz neu zu buchstabieren, weil sie damit zu tun haben, wie die Angelegenheiten des Gemeinwesens durch die Betroffenen im digitalen Raum interpretiert und schließlich real gelebt werden.

sondern (nur) über Diskurse.

Speziell für meine Überzeugung gilt, dass es eigentlich immer schon Aufgabe der politischen Bildung gewesen ist, solche Argumente, die in ihrer stärksten Form auf die Straßen getragen werden, nicht zu verbieten (und damit zu glauben sie seien aus der Bevölkerung oder aus dem Kopf verschwunden), sondern sich explizit damit auseinanderzusetzen um damit politische Überzeugungsarbeit zu leisten.16 Dass dies bisher selten thematisiert worden ist, ist sicher dem Umstand geschuldet, dass die Grundfrage im Bereich der politischen Erwachsenenbildung lange Zeit eher die war: Wie erreichen wir die „problematische“ Klientel überhaupt? Und wie schaffen wir ein Klima, in dem eine solche Überzeugungsarbeit möglich ist?17 Diese Frage stellt sich nun im Rahmen der Social Media und digitalen Plattformen zwar neu, aber nicht grundsätzlich anders. Oder eigentlich besser formuliert: Über die Sozialen Medien gibt es eine neue Chance, direkt an die Zielgruppe heranzukommen. Doch dazu muss man ihre Wirkungsweise kennen – und sich ihrer vor allem im Bereich der Erwachsenenbildung bedienen. Indem beispielsweise die Bildungsveranstaltungen und politischen Diskurse digital organisiert und im Netz durchgeführt werden.18 Hierzu gibt es viel Raum, entsprechende Bildungsangebote zu entwickeln und auszuprobieren.

Foto: Takver - Flash Mob Die-in Protest in Melbourne. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons (BY-SA).

Politischer Protest in Form von Demonstrationen und Aktionen ist die stärkste Form des politischen Argumentierens. Nicht umsonst ist die politische Kundgebung durch das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit abgedeckt. Flashmobs wiederum – wie hier im Bild als „Die-in“ (bei etwas zu sterben) gezeigt – „gelten als als spezielle Ausprägungsformen der virtuellen Gesellschaft […] die neue Medien wie Mobiltelefone und Internet benutzt, um kollektive direkte Aktionen zu organisieren“ (Wikipedia: Flashmob). Es finden also sehr direkte politische Interaktionen zwischen dem digitalen und realen Raum statt. „Auf den ersten Blick zeigt sich, dass soziale Netzwerke im Internet eine entscheidende Größe in der Mobilisierung zu den Montagsmahnwachen sind […] Diese Zahlen stehen in krassem Gegensatz zu denen von der Demonstration gegen Stuttgart 21“.19 Künftig wird es Aufgabe der politischen Erwachsenenbildung sein, auch vom realen in den virtuellen Bereich vorzudringen und dort wirksam zu werden.
Foto: Takver – Flash Mob Die-in Protest in Melbourne. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons (BY-SA).

(Digitale) Politische Bildung

„Das Netz wird mit Kommentaren geschwemmt, die digitale Selbstverständlichkeit und die gefühlte Privatheit bringen viele, viele Leute dazu, einfach zu schreiben, was sie denken.“20 

Die veränderte Alltagskommunikation „wird nicht mehr bestimmt durch die Tagesschau, sondern durch die Facebook- oder Twitter-Timeline.“21 Diesem Umstand trägt die politische Bildung, insbesondere die politische Erwachsenenbildung, bisher überhaupt keine Rechnung. Hinzu kommt, dass – übrigens im Gegensatz zum angelsächsischen Raum – politische Bildung immer noch weitgehend als partei-politische Bildung und Vermittlung von Institutionenwissen (Institutionenkunde) betrachtet wird.22 Partizipation ist in diesem Verständnis dann auf die Wahl von Interessen-Vertreter*innen beschränkt. Politische Bildung im Sinne einer Kompetenzbildung, beispielsweise einer Demokratie- und Argumentationskompetenz, ist bisher jedenfalls nur vereinzelt ein Thema der politischen Bildung.23 Was wiederum speziell für den Bereich der politischen Erwachsenenbildung, soweit ich sie überblicken kann, gelten dürfte. Völlige Fehlanzeige gibt es bezüglich der Fragen, inwiefern der digitale Raum und die sozialen Medien nicht nur für die Vermittlung genutzt werden können, sondern aufgrund ihrer Qualität neue Möglichkeiten der argumentativen Auseinandersetzung, aber auch von Mitbestimmung und Partizipation in der Politik, sowie im Bereich der politischen Bildung, bieten.24

braucht das Argumentieren,

Unabhängig von der (fehlenden) Nutzung des digitalen Raumes gab es, massenmedial vermittelt und vorangetrieben, eine deutliche Verschiebung mindestens in der Wahrnehmung der Aufgabe politischer Bildung. Das kann man am einfachsten im Bereich des Argumentierens zeigen.25 In der aktuellen Medienlandschaft ist argumentieren leider nicht mehr wirklich „en vogue“. Medial geht es meist mehr um die Inszenierung von Gegensätzen und das Aufeinanderprallen von Meinungen und Interessen. Dem folgt, jedenfalls oft genug, das „Politische Argumentieren“, indem es meist nur noch darum geht, Gegner auszumachen und mundtot zu machen.26 Jedenfalls nicht mehr darum, in einen gemeinsamen kommunikativen Prozess einzutreten, in dem es um das Überzeugen dergestalt geht, dem Gegenüber genau zuzuhören, seine Argumente aufzunehmen und durch eigene Argumentationen zu entkräften – oder sich auch überzeugen lassen zu müssen. Natürlich muss und möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Prozess echten Argumentierens hoch voraussetzungsvoll ist.27 Diese Voraussetzungen müssen natürlich auch im digitalen Kontext erst einmal geschaffen werden.28

darf nicht in den Schulen aufhören und

Problematisch ist weiterhin, dass politische Bildung vor allem als expliziter und alleiniger Auftrag der Schulen an die Schülerinnen und Schüler verstanden wird. Dies verstärkt das bereits oben erwähnte Problem, dass politische Bildung in der Regel sehr eingegrenzt gesehen und ursprünglich sogar „nur“ als Teil der Sozialkunde vermittelt worden ist. Politische Erwachsenenbildung wird demgegenüber nicht als staatliche Aufgabe gesehen, sondern war immer eine Aufgabe – sozusagen als Selbstverständnis – der Erwachsenenbildungsträger. Doch in diesem Kontext ging es dann eher um die abstrakte Auseinandersetzung mit (partei-) politischen Konzepten und Staatstheorien. Das gilt auch dann, wenn immer wieder eine Übertragung auf die Lebenswelt versucht worden ist. Insofern ist es dringend geboten, dass politische Erwachsenenbildung, beispielsweise im Sinne der Bildung von Demokratie- und Argumentationskompetenzen, als ernsthafter und verpflichtender Wissenskanon in allen gesellschaftlichen Bereichen seinen Eingang findet.29 Was am Ende natürlich bedeuten muss, dass es dafür auch eine finanzielle Ausstattung gibt.

muss auch im digitalen Raum stattfinden!

Doch der Kern meines Argumentierens in diesem Beitrag ist: es ist für mich zu einfach erklärt, wenn die Sozialen Medien ursächlich für die oben skizzierte problematische Entwicklung betrachtet werden – auch wenn viele im Bereich der Erwachsenenbildung davon ausgehen.30 Philosophisch gesehen wird dabei eine Ursache sui generis postuliert. Eine solche Sicht ist m.E. deshalb grundfalsch und versperrt den Blick darauf, was über die Sozialen Medien derzeit passiert, weil sich rechte Gesinnung, Stammtischparolen und vor allem Rechtspopulismen zwar darüber Bahn brechen, aber gerade rassistische und rechtspopulistische Ressentiments, vor allem gegen den Islam,31 tief verwurzelt im normalen Face-to-Face (Er-) Leben sind. Das Problem ist in meinen Augen auch nicht, dass es diese Anschauungen gibt und sie geäußert werden, sondern dass sie im alltäglichen Zusammenleben weder massenhaft kritisch hinterfragt, noch argumentativ dementiert werden. Wohlgemerkt: Nicht im Rahmen von Bildungsveranstaltungen, sondern im täglichen Zusammenleben. Insofern will ich, darin Sascha Lobo inhaltlich folgend, ausdrücklich hervorheben, dass die Nutzung der sozialen Medien eine einmalige Chance für die Politische Bildung darstellt. Warum? In den Worten von Sasche Lobo deshalb, weil „das grandiose, grässliche an den sozialen Medien ist, dass sie einen Blick erlauben in die Köpfe, während die Gedanken verfertigt werden.“32 Die digitalen Medien erlauben damit einen tiefen Blick in den alltäglichen Rechtspopulismus, Antiislamismus und auf einen institutionalisierten Rassismus.33 Insofern funktionieren die sozialen Medien tatsächlich als Spiegel der Gesellschaft. Sie sind damit ein Brennglas, unter dem die politische Befindlichkeit der bundesrepublikanischen Gesellschaft zu beobachten ist. In genau diesem Sinne stellen sie eben auch eine sehr gute Möglichkeit dar, dies im Sinne der politischen Erwachsenenbildung aufzugreifen, argumentativ zu wenden und damit etwas dagegen zu tun. Zum ersten Mal bestünde dabei die Chance, die sogenannte „schweigende Mehrheit“, wenn sie denn existieren sollte, dazu zu bewegen, ebenfalls etwas argumentatives zum Gemeinwesen beizutragen.34

Über ein beispielhaftes Projekt

„Ein vorher nur insulär oder nicht öffentlich sichtbares Ressentiment erscheint in der bekannten Form der Straßendemonstration – eine Politikform die viele Jahre mit der politischen Linken in eins gesetzt wurde.“35 

Eigentlich muss es darum gehen, den Spieß einfach umzudrehen. Anstatt vom Internet in die Versammlungen, Kommentare und die Straße sollte umgedreht der Diskurs zurück ins Netz kommen. Die massive und stellenweise vielleicht auch aggressive Rückeroberung des digitalen Raumes im Sinne von Austausch und argumentativem „Schlagabtausch“. Und das nicht nur vereinzelt durch einige mutige Blogger*innen, die sehr schnell persönlich bedroht und damit mundtot gemacht werden können,36 sondern kollektiv und mit der geballten Kraft des so genannten Schwarmes. Eine Vorstellung, die im Rahmen des Projektes Rechtspopulismus.net durch den Projektträger Petra-Kelly-Stiftung versucht wird umzusetzen. Umgesetzt werden soll dies ausdrücklich dadurch, dass für dieses Projekt selbst nicht nur soziale Medien verwendet werden, sondern dass sich die gesamte Organisation im Rahmen einer digitalen Plattform abspielt und schließlich die geplante Vernetzung virtuell über das Internet organisiert wird. Ich sehe das als ersten Schritt der Rückkehr der politischen Erwachsenenbildung in den öffentlichen Raum, der mittlerweile eben zu allermeist ein digitaler Raum geworden ist. Und drücke beide Daumen, dass genau das geschieht und möglich ist. Insofern wird weiter darüber zu berichten sein.

Nachträge zum Originalbeitrag

Ich merke schon, dass sich spätestens bei diesem Blogbeitrag die Frage stellt, ob ein Blog jemals zu Ende geschrieben ist. Zumindest dieser Beitrag hier ist es noch nicht. Vielleicht gelingt es mir aber, aus den vielen Nachträgen einen eigenen Blogbeitrag zu gestalten, sozusagen digitale politische Erwachsenenbildung Teil 2. das ist dann sicher ebenfalls einen Nachtrag wert.

Nachtrag vom 11.12.2015

„Der Internetkommentar ist ironischerweise das Symbol für das vorläufige Ende des Diskurses: Es kommt nur noch auf die emotionale Inszenierung des Moments an.“37 

In seiner Kolumne vom 9. Dezember 2015 spricht Sascha Lobo im Prinzip das gleiche Thema an. Insofern will ich dazu einen kurzen Nachtrag verfassen. Wobei es eigentlich nur darum geht, dass sich ihm weitgehend zustimme, allerdings an einem Punkt anderer Meinung bin. „Der Internetkommentar steht daher als Symbol für eine Kommunikation ohne jede Verantwortung für Vergangenheit oder Zukunft oder irgendwelche Folgen.“38 Bereits diese Einschätzung halte ich nicht für ganz richtig. Bzw. wenn Symbol, dann nur für einen bestimmten Bereich ein Symbol. Für viele andere ist der Internetkommentar nach wie vor das, was einen Kommentar auch im realen Kontext auszeichnet: die Darstellung einer eigenen Positionierung. „Rechtspopulisten haben vom Internetkommentator gelernt, dass man eine Debatte gar nicht führen muss, um zu behaupten, man habe sie gewonnen.“39 Genau an dieser Stelle finde ich, hat er nicht konsequent genug zu Ende gedacht. Meines Erachtens ist es auch hier so, wie ich in meinem Blog versucht habe auszuführen: das Internet und die digitalen Medien verstärken etwas, was im alltäglichen Kontext normal ist. Und normal ist eben, gelernt zu haben, dass man in all den vielen Talks und Debatten40 nicht wirklich argumentieren muss, sondern nur laut genug schreien um … – ja um was eigentlich? Um zu zeigen, dass es nicht wirklich um das Argumentieren und Diskutieren geht, sondern nur ums Recht behalten und „um Signale der Zusammengehörigkeit an Gleichgesinnte.“41 Das wiederum ist ein eigenes Thema bzw. wäre sogar einen eigenen Blogbeitrag wert.

Nachtrag vom 12.02.2016

Five years ago, I said,If you want to liberate society, all you need is the Internet‘ […]  Today, I believe if we want to liberate society, we first need to liberate the Internet“ (Wael Ghonim).

Im sensationellen und bestens passenden TED-Talk von Wael Ghonim darüber, wie Soziale Medien gestaltet werden müssen, dass sie gesellschaftliche Veränderungen bewirken (können), zieht er eine eine sehr berührende und persönliche Bilanz bezüglich der größten Momente von Social Media, zeigt aber auch die größten Probleme von sozialen Medien, speziell von Facebook. Und schlägt schließlich vor, was sich ändern muss, dass sie auch technisch dazu beitragen, einen Diskurs zu ermöglichen – und darüber die Gesellschaft zu veränder.

Aufgenommen 2015 in Genf.

Ganz besonders wichtig halte ich die Feststellung von Wael Ghonim, dass die Phänomene keine qualitativ neuen Erscheinungen darstellen. Es sind „menschliche“ Eigenschaften, die wiederum wie durch ein Brennglas verstärkt werden.

Nachtrag vom 25.03.2016

Auf Grundlage dieses Blogbeitrages ist der Artikel „Politische Teilhabe über digitale Medien?“ im Jahrbuch von Arbeit und Leben 2015/16, Medien und Mitwirkungspotenziale in der digitalen Welt, erschienen. Hier geht es direkt zum Download.

Nachtrag vom 05.05.2016

„Wer früher in seinem Wohnzimmer rassistische Witze gemacht hat, unwidersprochen, ungestraft, der kann genau das in seinem neuen, digitalen Wohnzimmer eben nicht mehr tun, ohne Konsequenzen zu fürchten.“42

Mit in meinen Augen zwei sehr klugen Analysen zeigt Sascha Lobo auf, warum die Zukunft der politischen Erwachsenenbildung bei den sozialen (sprich: digitalen) Medien liegt. Ich empfehle die beiden Beiträge von ihm ausführlich zu lesen. Hier sind die beiden Links:

Beim „Versagen in der digitalen Fußgängerzone“ geht es um die Analyse dessen, warum die FPÖ bei den Wahlen in Österreich so stark geworden ist. Im Kern für ihn deshalb, weil sie wie keine andere Partei die sozialen Medien für den Wahlkampf zu nutzen wusste. Auch wenn es hier sicherlich noch einige Forschungsarbeit bedarf, so würde ich diese Einschätzung ganz grundsätzlich teilen. Daneben kommen bei mir ganz viele Assoziationen zu Sokrates auf: Sein Problem war irgendwie ebenfalls, dass er auf dem Marktplatz (Fußgängerzone) agierte und es dabei verstand, den politisch Mächtigen zu zeigen, dass sie so viel Ahnung nun auch wieder nicht hatten.43

Der Beitrag zu Trumps Erfolg bei den Vorwahlen der Republikaner ist ebenfalls ziemlich erhellend, was den Gebrauch und die Benutzung der Social Media betrifft. „Meiner Einschätzung nach ist dieser Mechanismus auch in Deutschland sehr wirksam.“44 Dem würde ich mich vorbehaltlos anschließen, auch wenn es in den Konsequenzen hier noch nicht so spürbar ist. Dennoch: „Die Regierungsparteien haben die Fähigkeit verloren, menschenwürdig zu kommunizieren.“45 Was heißt das nun für die politische Erwachsenenbildung?

Für mich zumindest das, dass die digitalen Medien über die gleichen Wirkungszusammenhänge der politischen Erwachsenenbildung ebenfalls Zugang zu den Menschen gewähren könnte. Allerdings erst dann, wenn sie nicht als Propagandainstrument für die politischen Parteien verstanden wird, sondern ernst nimmt, dass sich hinter vielen problematischen Äußerungen Vorurteile und Gedanken verbergen, die ernsthaft und zunächst ergebnisoffen diskutiert werden müssen.

Nachtrag vom 22.09.2016

„Da ist nämlich eine Wechselwirkung zwischen öffentlichen Äußerungen von Politikern und den Worten, die sich Menschen trauen in sozialen Medien zu sagen. Facebook ist der Presseclub des kleinen Mannes. Scheuer verschiebt die Grenze des öffentlich Sagbaren weiter in Richtung Rassismus.“46

Diesmal hat es Sascha Lobo mit seinem Kommentar auf den Punkt gebracht. Insofern kann ich ihm nur uneingeschränkt zustimmen. Das politische Verhalten in den sozialen Netzwerken ist eben gerade nicht neu, gewinnt aber durch die deren Struktur eine völlig neue und verstärkende Dimension. Und es hat ganz viel damit zu tun, wie die „Politik“, bzw. vor allem Politiker, agieren und argumentieren. „So ein Satz rutscht nicht heraus, sondern offenbart ein Weltbild, nämlich die tiefe Überzeugung, dass ein Afrikaner nie bayerisch werden kann.“47. Das Aufgabenfeld für die digitale politische Bildung wird also immer größer, denn das Problem ist gerade nicht gelöst, selbst wenn Andreas Scheuer zum Rücktritt bewegt werden könnte.48 Nur leider packt es irgendwie niemand so richtig an.

Nachtrag vom 03.10.2016

„…. Das bedürfte einer längeren Diskussion, die ich nicht auf Facebook führen will. Aber jede zwischenmenschliche Kommunikation ist emotional gefärbt, denn schließlich bedeutet sie in der Regel etwas. So auch – und vieleicht gerade – in der politischen Bildung. Die Frage ist, wie man reflektierend darüber hinaus gehen kann, und die Informationen entsprechend würdigen, so dass Emotionen nicht die Fakten (mir scheint hier der Begriff Information tatsächlich richtiger) dominieren. Die Instrumentalisierung der Emotionen ist bereits analog ein Problem der politischen Bildung, schlägt jetzt aber digital voll auf bzw. durch 🙁.“

https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/1342269825785262/

Ein Kommentar von mir auf Facebook zu einem anderen Kommentar bezüglich des Berichts im ZDF „Gefühlsdemokratie“, dass Emotionen in der politischen Bildung nichts verloren hätten .

  1. Am 17. Januar 2015 über das Institut für Protest und Bewegungsforschung, zuerst erschienen in TU intern (Berlin) hier. []
  2. Wobei gerade bei den wissenschaftlichen Studien genau darauf zu achten ist, wie ihr Design aus sieht, worauf Stefan Niggemeier in seinem Blogbeitrag hier deutlich verweist. []
  3. Wie etwa hier, hierhier und hier. []
  4. Eine Vorstellung, die ich schon oft im Kontext der Politischen Bildung kritisiert habe. Mein Standardargument dagegen lautet, was denn die Jugendlichen anders machen sollen, wenn es ihnen die Erwachsenen nicht auch vorleben? []
  5. Rosa Luxemburg, die russische Revolution & Breslauer Gefängnismanuskripte zur Russischen Revolution, beides auf Wikiquote. []
  6. Besonders deutlich wurde das in der Diskussion darum, inwiefern es richtig war, dass Siegmar Gabriel und Norbert Lammert am 17. Dezember 2014 sich für einen Dialog mit den Pegida-Demonstranten ausgesprochen und dies auch am 23. Januar 2015 durchgeführt hatten. Besonders bemerkenswert finde ich folgende, von Gabriel geäußerte Ansicht: „Egal ob es einem gefällt oder nicht: Es gibt ein demokratisches Recht darauf, rechts zu sein oder deutschnational“. Quelle – Wikipedia: Pegida. []
  7. Im Prinzip also einer politischen Zensur – durch wen eigentlich? Mit welcher Berechtigung? Gerade die Meinungs- und Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) ist eine der zentralen menschenrechtlichen Errungenschaften! „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten […] Eine Zensur findet nicht statt.“ So steht es im Artikel 5, Abs. 1 des Grundgesetzes. []
  8. Wikipedia: Politik []
  9. Wikipedia: Politische Bildung. []
  10. Aristoteles, Politik, 1261a 23. In der Ausgabe von Rowohlt 1994 und der Übersetzung von Wolfgang Kullmann. []
  11. Mir ist gerade diese Auslegung wichtig, weil sie neben der naturmäßigen Veranlagung von Menschen hin zur Gemeinschaft auch die Größe dieser Gemeinschaft berücksichtigt. Denn mit Polis-Gemeinschaften sind mehr oder weniger große Stadtstaaten des antiken Griechenlands gemeint gewesen. []
  12. Teune 2015, a.a.O. []
  13. a.a.O.; Weiter: „Die Autoren Sarrazin und Pirinçci glänzen mit Auflagen, die in die Hunderttausende gehen; die Alternative für Deutschland hat mit rechtspopulistischen Parolen bei Europa- und Landtagswahlen Erdrutschsiege in Serie produziert.“ []
  14. Aktuell nachzulesen und gut dokumentiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) hier unter Bezug auf den Artikel „Die neue völkische Bewegung“ hier. []
  15. Diese Bemerkung zielt auf die Größe der Gemeinschaften ab sowie die Kennzeichnung im Sinne von gemeinsam geteilter Überzeugungen ab, was nicht nur ein Phänomen und Problem von Jugendlichen ist. []
  16. Von daher habe ich auch immer das Diktum von Toralf Staud unterstützt, die Schulhof CD der NPD gehört nicht verboten, sondern sie gehört eingesammelt und gerade in den Unterricht, um sich mit den problematischen Grundannahmen, Menschenbildern und gesellschaftlichen Vorstellungen aktiv auseinanderzusetzen. []
  17. Es ist ja durchaus ein äußerst interessantes Phänomen, das zumindest lange Zeit sich diejenigen im Bereich der politischen Bildungsveranstaltungen getroffen haben, die ohnehin nicht überzeugt werden mussten. Das hat sich nun verändert. []
  18. Also nicht nur Einladungen über eine Facebook Gruppe laufen oder auch ein Blogbeitrag zur Veranstaltung geschrieben wird. Wie so etwas aussehen kann, dazu müssen noch sicherlich einige Experimente angestellt werden. Prinzipiell aber können die Teilnehmer*innen wesentlich partizipativer in den Veranstaltungsablauf eingebunden werden. []
  19. Daphi, Rucht, Stuppert, Teune und Peter Ullrich 2014 in einer Studie zu den Montagsmahnwachen, S. 11. []
  20. Sascha Lobo, „Aufblitzen der Unmenschlichkeit“ auf Spiegel online hier. []
  21. Teune 2015, a.a.O. []
  22. Siehe hierzu die schöne Abhandlung von Anne Sliwka, „Vorbild für Deutschland: ‚Education for Citizenship‘ in England“ hier. []
  23. Siehe hierzu auch den interessanten Aufsatz von Gerhard Himmelmann, „Was ist Demokratiekompetenz? Ein Vergleich von Kompetenzmodellen unter Berücksichtigung internationaler Ansätze“ hier. []
  24. Etwas salopp formuliert denke ich, dass es im Moment schon ein Highlight ist, wenn die sozialen Medien für die Bewerbung und gegebenenfalls noch Dokumentation von Veranstaltungen der politischen Bildung genutzt werden. []
  25. Argumentieren im Sinne einer diskursiven Auseinandersetzung hat eine lange Tradition in Europa und lässt sich bis auf Platon zurückführen. Im Mittelalter waren alle großen Werke argumentativ aufgebaut und mussten sich mit den jeweiligen Gegenargumenten auseinandersetzen. []
  26. Bezüglich dieses Aspekts könnte Carl Schmitt mit seiner Analyse des politischen durchaus recht gehabt haben. „Derjenige Bereich, in dem zwischen Freund und Feind unterschieden wird, ist für Schmitt die Politik“ – Wikipedia: Carl Schmitt. []
  27. Siehe hierzu auch die Studie von Fischer 2001: „Gemeinsame Wissenskonstruktion–Theoretische und methodologische Aspekte“ hier auf S. 15ff. []
  28. An oberster Stelle steht dabei, vor allem die Vorurteile, Ängste und Befürchtungen, die sich zumeist hinter Stammtischparolen verbergen, hervorzubringen bzw. bearbeitbar zu machen. Das ist ein eigenes Thema und Bestandteil des am Ende dieses Blogbeitrags erwähnten Projektes. []
  29. Das schließt für mich die Kette auch in dem Bereich der betrieblichen Aus und Fortbildung. Dazu habe ich im Rahmen dieses Blogs ebenfalls bereits Beiträge (hier und hier) verfasst. Siehe hierzu auch meine Ausführungen zum Thema „Demokratiebildung am Arbeitsplatz„. []
  30. Andererseits gilt schon: auch wenn die sozialen Medien nicht die Ursache für das Beschriebene sind, so verstärken sie doch einen fatalen Trend in einer unglaublichen Art und Weise. []
  31. Hier scheint im Moment der Anti-Islamismus den Antisemitismus abzuwechseln. Zumindest gibt es deutliche Verschiebungen. []
  32. Sascha Lobo, „Aufblitzen der Unmenschlichkeit“ auf Spiegel online hier. []
  33. Das Ganze bei fließenden Grenzen zum organisierten Rechtsextremismus. []
  34. Das stellt für mich eine eigenständige Herausforderung der politischen Erwachsenenbildung dar. „Ich habe kapiert, dass die ’schweigende‘ Mehrheit der Bevölkerung am liebsten ’schweigt‘. Dass sie keineswegs mit dem Hass auf den Straßen einverstanden ist, aber lieber hinter den Gardinen steht, statt selbst auf die Straße zu gehen.“ Heinrich Schmitz in seiner Kapitulationserklärung als Blogger hier. []
  35. Teune, a.a.O. []
  36. Wie es etwa Heinrich Schmitz in seiner Kapitulationserklärung im „Tagesspiegel“ hier schreibt. []
  37. Sascha Lobo, „Soziale-Medien-Demokratie: Der Knalleffekt ersetzt die Erkenntnis.“ []
  38. a.a.O. []
  39. a.a.O. []
  40. Wie sie nicht alle heißen: Anne Will, Sabine Christiansen, Günther Jauch etc. mit ihren jeweiligen Shows. Und das sind noch die seriöseren. []
  41. Sasche Lobo, „Immer her mit der Nazikeule.„ []
  42. Sascha Lobo, Trumps Erfolg, erklärt in drei Tweets hier. []
  43. „Wer um alles in der Welt mit was für einer Vorstellung von Bürgerkommunikation im Jahr 2016 verfasst ein solches Ansprachemonster?“ Sehr schön analysiert von ihm finde ich die zumindest extrem unbeholfene Kommunikation, die klassische Weise noch von den etablierten Parteien gewählt wird. Hier wird das Missverhältnis zu den Möglichkeiten der neuen Medien ebenfalls überdeutlich. Ein Missverhältnis, das vor allem darin begründet, dass keine Beteiligung und echte mit Wirkung – auch im Rahmen von Diskussionen – erwünscht ist. []
  44. a.a.O. []
  45. Christian Rainer, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Profil“, zitiert nach Sasche Lobo, a.a.O. []
  46. Sascha Lobo in seiner Kolumne hier. []
  47. a.a.O. []
  48. Was ich nicht glaube :-(. []
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