Wissen als Option (Teil 3-1)

„Post-truth besagt, dass vorher truth beherrschend war. Das hieße, dass ein wie auch immer gefasster Begriff von Faktizität zu irgendeinem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte als selbstverständlich akzeptiertes Regulativ des sozialen Miteinanders gegolten haben könnte. Das hieße, dass Wahrheit in früheren Zeiten klar dechiffrierbar war, nur eben leider nicht mehr heute. Eine solche Prämisse bildet, vorsichtig formuliert, die Wahrheitskriege auf diesem Planeten und die lange Blutspur der Phantasmen (‚jüdische Weltverschwörung‘) nicht ganz korrekt ab.“1

Das Ende des Jahres 2016 hatte es für mich echt in sich. Und das nicht nur arbeitsmäßig, sondern auch politisch und vor allem erkenntnistheoretisch. Grund genug, endlich den dritten Teil meiner Blogreihe zum Thema Wissen und Nichtwissen zu Ende zu bringen. Wahrscheinlich mit einem etwas anderen Ende, als ich es ursprünglich vorhatte, wovon bereits das Eingangszitat zeugen soll.2 Dennoch wird der dritte Teil auf den gleichen Grundüberlegungen wie Teil 1 und 2 basieren. Deshalb noch einmal zur Erinnerung:

  • Teil 1 befasst sich mit einer problematischen Entwicklung, die Wissen ausschließlich als technizistisches Wissen begreift und dabei übersieht, dass für Menschen Wissen erst durch einen Sinnbezug zu einem echten Wissen (Erkenntnis)* wird. Ein Wissen, das man (nur) durch „öffentlichen Vernunftgebrauch“ im Sinne eines Argumentationszusammenhangs erwerben kann.3
  • Teil 2 übernimmt diese Argumentation unter der Perspektive des Lernens, also wie Wissensbildungsprozesse beim Menschen überhaupt passieren, warum technizistisches Wissen als lehrbares Wissen so erfolgreich war und warum es andererseits doch so schwer zu lernen ist.

Das Bild zeigt Faust im Studierzimmer, wie er über Büchern „brütet“ und versucht, sich das Wissen seiner Zeit anzueignen. Eine der folgenreichsten Entwicklungen dieser Medientechnologie war es, den Erwerb von Wissen als eine (völlig) individualisierte Angelegenheit zu betrachten, bei der man (über Bücher) „in Worten kramen muss“.*
Bild (Ausschnitt als Beitragsbild): Georg Friedrich Kersting – Faust im Studierzimmer auf den Wikimedia Commons. Verwendung als gemeinfreie Datei (CC0).

Abstract

In diesem Teil (1 & 2) will ich insgesamt noch einmal etwas darüber sagen, warum wir überhaupt etwas Wissen, Wissen können oder auch Wissen wollen und sollen – und um welche Art von Wissen es überhaupt gehen könnte. Speziell will ich etwas dazu sagen, wie das mit der Vernunft von Menschen und ihrem Wahrheitsanspruch4 zusammenhängt, die im postfaktischen Diskurs, wenn es einen solchen geben sollte,5 vollständig bzw. nur gefühlt aufschlagen, wenn überhaupt. Für mich ist das Thema gerade im „postfaktischen Zeitalter“ deshalb wichtig, weil nur durch vernunftgeleitetes und reflexives Wissen, und nicht bereits über Informationen (oder gar nur Daten), ein echtes Argumentieren möglich ist. Ich werde mich für mein Vorhaben von vier Ansätzen her nähern und daran entlang mein Anliegen aufzeigen sowie zeigen, dass Menschen tatsächlich etwas Wissen können. Die Ansätze stammen von:

  • Alfred North Whitehead (Bildung)
  • David Gelernter (Geist)
  • Thomas Nagel (Wahrheit)
  • Georg Wilhelm Friedrich Hegel (Vernunft und Verstand)

Aufgrund der Länge, bzw. der Begrenzung derselben, mache ich zwei Blogbeiträge daraus. Dieser Teil hier wird mit einer Orientierung an Goethes Faust sozusagen den einen Prolog zum zweiten Teil darstellen, weil mich die inhaltlichen Nähe echt frappiert. Diesem folgen in Teil 3-2 dann die Ansätze von besagten Autoren, die kurz ausgeführt und schließlich auf die Frage angewendet werden, wie man ggf. zu dieser Art von Wissen kommen kann. Dies wird dann mit Teil 1 korrespondieren und (hoffentlich) einen guten Abschluss ergeben.

Von der Magie zum Wissen

„Da steh’ ich nun, ich armer Thor!
Und bin so klug als wie zuvor […]
Und sehe, daß wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen […]
Es möchte kein Hund so länger leben!
Drum hab’ ich mich der Magie ergeben.“6

Die tragische Figur des Dr. Faustus in Goethes gleichnamigen Gedicht, ein durchaus gelehrter (gebildeter) Mensch, ist mein zentraler Zugang für diesen Blogbeitrag.7 Faust überblickt zwar all das Wissen seiner Zeit, zumindest das, welches in der Schule gelehrt wird. Doch ein rein wissenschaftlich-rationaler Zugang zur Welt ist für ihn allzu begrenzt, weshalb er sich in eine Position absoluter Skepsis flüchtet.8 Stellt man diese Figur in die Zeit, in der Goethe ihnen schreibt, ergeben sich durchaus einige interessante Parallelen zu heute.9 Die Naturwissenschaften schicken sich an, mitsamt ihren kausalmechanischen Erklärungen die Wissenschaften per se darzustellen, die darauf aufbauenden technologischen Neuerungen sind dazu geeignet, die Welt vollständig durcheinander zu bringen. Hinzu kommen die Auflösung des Feudalismus, die französische Revolution und schließlich frühkapitalistische Gesellschaftsformationen.10 Darauf kann sich Dr. Faust wohl keinen rechten Reim machen und ergibt sich schließlich der Magie.11 Er will nicht mehr „in Worten kramen“, also nicht mehr Argumentieren und keine distanzierte wissenschaftliche Theorie finden, sondern Erkenntnis unmittelbar erleben. Von der Magie, für die er sich mit Mephisto als Teufel verbündet, erhofft er sich aber schließlich doch:

„Daß ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhält.“12

Wenn man so will, dann stellt die Figur des Gelehrten Dr. Faust das Gegenmodell zur Aufklärung und ihres Anspruchs in dieser Zeit dar. Die selbstverschuldete Unmündigkeit bestand ja für Immanuel Kant gerade darin, sich nicht des eigenen Verstandes zu bedienen, sondern allzu viel einfach zu glauben und nicht kritisch zu hinterfragen.13 Der (argumentative) Kampf für Gleichberechtigung und die Überwindung „magischen Denkens“ war schon zu seiner Zeit ein aufwändiges Unterfangen, das eine entsprechende politische Öffentlichkeit voraussetzte. Ein Zurückgleiten in eine irgendwie unreflektierte Welt versprach nicht nur der folgenden Romantik eine Lösung der real vorhandenen sozialen Problemstellungen. Der Zugang zu einer Gesellschaftsordnung, in der die einzelnen Teile (und Menschen) problemlos zusammenwirken, ist als romantisierende  Wunschvorstellung bis heute geblieben und recht direkt auf die aktuelle Situation übertragbar.14 Und vielleicht hatte Mephistopheles doch nur die heutige Zeit prophezeit, wenn er gegenüber dem „Herrn“ betont(e):

„Ich sehe nur wie sich die Menschen plagen.
Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag,
Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag.
Ein wenig besser würd’ er leben,
Hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben;
Er nennts Vernunft und braucht’s allein
Nur thierischer als jedes Thier zu seyn.“15

Die Vernunft ist, trotz ihres zum Teil auch sehr gewaltsamen und unmenschlichen Gebrauchs, nicht nur für Kant weiterhin ein Schein des Himmelslichts. Mithin auch das über sie gewonnene (moralische) Wissen, das ebenfalls im Sinne von gut oder schlecht zu gebrauchen ist.16 Was kann man von Faust nun über Wissen als Option in einer „postfaktischen“ Gesellschaft lernen?

Wissen ist für Menschen existentiell

Wissen hat für Menschen eine existenzielle Bedeutung, so hatte ich am Schluss von Blogbeitrag zwei (hier) geschrieben. Diese Dimension, also für die Existenz und das eigene Leben zentral zu sein, ist meines Erachtens auch dafür verantwortlich, dass sowohl Pseudofakten, als auch die sogenannten „Fake News“17 und schließlich sogar Verschwörungstheorien dazu führen können, für die davon Betroffenen ein sinnvolles Weltbild zu generieren und daraus folgende Handlungen zu rechtfertigen.18 Menschen wollen eben wissen was los ist, was schließlich wahr ist – und das ist immer mehr als bloß informiert sein oder die Fakten zu kennen. Insbesondere der Wahrheitsanspruch ist ein Indiz dafür, wie tief Halbwissen bzw. auch Nichtwissen19 gehen kann, denn gerade „in Demokratien zerstört die politische Lüge die Wahrheit der öffentlichen Rede.“20 Als existenzielle „Selbsttäuschung“ allerdings bewirken diese Selbstbilder ein vermeintliches Wissen im Sinne politischer Ideologien – bis hin zum Wahn. Das hilft zu erklären, „warum Lügen […] dem Publikum gegenüber oft so aggressiv und unerschütterlich sind.“21 Diese existenzielle Bedeutung, die durchaus zweischneidig ist,22 stellt für mich den ersten wichtigen Aspekt auch und gerade in der Frage der Generierung entsprechenden Wissens dar.

Die Intelligibilität der Welt

Dass Menschen tatsächlich erkennen können, was die Welt im Innersten zusammenhält, ist ebenfalls eine Eigenschaft, die sie einem echten Wissen über die Welt verdanken. Das ist kein Plädoyer für eine rein naturwissenschaftliche Sicht der Welt, aber eins dafür, Erkenntnis mit wissenschaftlichen Methoden voranzutreiben, die Ergebnisse bekannt zu geben und natürlich diskursiv auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Hinzu kommt der Umstand, dass Menschen über dieses Wissen Wissen erlangen können, indem sie auf die Voraussetzungen des Erkenntnisgewinns kritisch reflektieren.23 Und schließlich können sich Menschen, vor allem über ihre Sprache, auch intelligibel (lat: intelligibilis = „verstehbar“ und „erkennbar“) auf die Welt beziehen und dabei „metaphysische“ Erkenntnis produzieren.24 „Als intelligibel werden Gegenstände bezeichnet, die nur über den Verstand oder Intellekt erfasst werden können, da sie der Sinneswahrnehmung nicht zugänglich sind.“25 Intelligibel, also versteh- bzw. erschließbar, sind schließlich auch die eigenen Handlungen, beispielsweise weil man die Gründe versteht oder auch die Ziele nachvollziehen kann, die damit angestrebt werden; weil Menschen eben teleologische Lebewesen sind.26 Auch in diesem Sinne umfasst Wissen mehr als die reine Darstellung von empirischen Daten oder die Übernahme von Informationen als „Fakten“. Etwas zu wissen bedeutet nämlich auch, etwas aus der ersten Person und ihrem Erleben ableiten zu können27 und damit einen Schlüssel für das eigene Handeln in der Hand zu haben. Gerade auch im Sinne von gut und schlecht, wahr oder unwahr.

Die Emotionalität von Wissen

Die Neurowissenschaften haben eine weitere zentrale Eigenart von Wissen wieder ans Tageslicht gebracht: nämlich den Umstand, dass es sich auch immer irgendwie anfühlt, etwas zu wissen.28 In der philosophischen Debatte wird dies bereits seit längerem in Fragen der sogenannten „Qualia„, dem Plural von Quale (aus dem lat. qualis = „wie beschaffen“), diskutiert. Gemeint ist dabei, dass die bewusste Wahrnehmung von Menschen zu einem subjektiven Erleben führt. Genauso, wie für Menschen kein bewusstes Erinnern ohne eine damit verbundene Emotion möglich ist, gibt es kein Wissen für Menschen ohne einen emotionalen Gehalt.29 Das gilt insbesondere für die besondere Form moralischen Wissens, also den Anleitungen dazu, wie man zu guten Handlungen kommt und was böse Handlungen davon unterscheidet, was wahre Behauptungen sind und was Lügen davon unterscheidet. Erst Emotionen ermöglichen es beispielsweise, eine „Beziehung“ zum Wissen aufzubauen.30 Hoffnungen beruhen genauso auf Wissen, wie Ängste aufgrund von Wissen, mehr noch aber von Nichtwissen, entstehen können. Das ist die meines Erachtens am meisten unterschätzte Dimension menschlichen Wissens und seiner Bedeutung.31

Was sind die letzten Ursachen der Welt? Nach welchen Funktionsprinzipien organisieren wir unsere Gesellschaft und die Zusammenarbeit? Was wissen wir über die Entstehung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit?* Wie existentiell, auch im Sinne von „kränkend“, Wissen sein kann, kommt für mich in diesem historischen Bild recht schön zum Ausdruck. Doch hat man erst einmal den Horizont echten Wissens überschritten, gibt es eigentlich kein Zurück mehr.
Bild: Das „Flammarion engraving“ auf den Wikimedia Commons ist das Werk eines unbekannten Künstlers, das zuerst in „Camille Flammarion’s L’atmosphère: météorologie populaire (1888)“ seine Verwendung fand. Verwendung als gemeinfreie Datei (CC0).

Wissen über Wissen

„Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend- und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken […]
Und hätt’ er sich auch nicht dem Teufel übergeben,
Er müßte doch zu Grunde gehn!“

Die Warnungen an Faust bezüglich der Hingabe zur Magie ist deutlich. Die Vorstellung eines Lebens im Sinne eines „primitiven“ bzw. „magischen“ Vollzugs der eigenen Bedürfnisse ohne jegliche Reflexion wäre auch ohne den Pakt mit dem Teufel der Untergang von Faust.32 Der Logos – als menschliche Vernunft und Logik – steht offensichtlich in einem Widerspruch zum „puren Leben“ und einer unmittelbaren Triebbefriedigung, wie sie beispielsweise in Hasskommentaren zum Ausdruck kommt. Und mehr noch: Wissen ist die Basis, sich mit Wissen auseinanderzusetzen. Dabei sind Wissen und „Wissenswissen“ (Metawissen) darauf verwiesen, Begriffe als Wörter zu gebrauchen um zu unterscheiden, zu definieren und damit zu abstrahieren. Hierfür muss man sich denkerisch durchaus anstrengen. Davon unterscheiden sich für Mephisto trefflich „leere Worte“ im Sinne von Parolen, haltlosen Meinungen oder auch sinnlosen Behauptungen (bzw. Lügen):

„Denn eben wo Begriffe fehlen,
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
Mit Worten ein System bereiten,
An Worte läßt sich trefflich glauben,
Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben.“ ((a.a.O., 1995ff.))

Was lässt sich nun wieder daraus als Wissen über menschliches Wissen lernen? Menschen entwickeln Wissen lernend in Auseinandersetzung mit der Umwelt als aktiven und konstruktiven Prozess menschlichen Erkennens im Spiegel der anderen.33 Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, wie es oft getan wird, dass Menschen evolutiv lediglich eine individuelle bzw. konstruierte Wirklichkeit hätten – auch wenn dies gut zur Theorie der Echokammern passen würde. Für Menschen lassen sich dabei, mittels der Sprache als wichtigstem Symbolsystem, Bedeutungen und Zusammenhänge erschließen sowie begrifflich formulieren, die jenseits der Sinneserfahrung liegen. Durch schlussfolgerndes bzw. logisches Denken können Menschen schließlich aus bestehenden Wissensbeständen neues Wissen generieren. Wissen ist dabei immer mehr als das Aufnehmen und Prozessieren von Informationen.34 Wissen hat einen überprüfbaren Kern, der Wissen wahr, teilweise wahr oder auch falsch macht. Beim echten (reflexiven) Wissen kann dieser reale Weltbezug immer hergestellt werden. Erst der Bezug des Wissens auf die gemeinsame Welt der Gegenstände und sozial geteilten Sachverhalte, zur Wirk-lichkeit (im Sinne von etwas bewirken), ermöglicht wiederum die aktive und eigenständige Auseinandersetzung mit Informationen im Sinne einer Beurteilung und emotionalen Einordnung.35 Ein so charakterisiertes Wissen unterscheidet sich deutlich von technizistischem Wissen, das Machbarkeit zu Grunde legt36 und ansonsten oft mit dem Erinnern von Informationen (in Form von Fakten oder Gleichungen) gleichgesetzt wird.37 Es unterscheidet sich vor allem bezüglich dessen, was Sascha Lobo so schön „magischen Digitalismus“ genannt hat. Auch ein „übertriebener Glaube an die Macht der Technik führt uns in eine Zeit der Voraufklärung zurück.“38

Die neue Magie digitalen Wissens

Algorithmen, die die Welt beherrschen (sollen) und soziale Roboter, die Menschen instrumentalisieren (können): obwohl die sozialen Wirk-Prinzipien hinter politischer Propaganda und menschlichem Miteinander eigentlich ziemlich alt sind, scheinen sie in ihren digitalen Varianten eine neue Magie zu entfalten. Auch „Fake News ist ein diffuser Sammelbegriff ohne die Trennschärfe, die für die Debatte notwendig wäre.“39 Das dahinterliegende Problem, „mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen“, hatte Hannah Arendt bereits 1949 als „Realitätsflucht“ (der Deutschen) erkannt und bezeichnet.40 Wissentliche Realitätsverweigerung kennzeichnet einen allgemeinen Mangel „an Gewissheiten über das Weltgeschehen.“41 Grund gelegt wird das meines Erachtens auch durch einen modernen Mythos, der Wissen von den Menschen löst, Gewissheiten anhand von Fakten rein technizistisch betrachtet und dadurch in Datenbanken zu verorten weiß. Ein Wissen, von dem zudem die ziemlich magische Eigenschaft kolportiert wird, dass sich seine Aktualität über Halbwertszeiten beständig verkürzen würde, bei einer exponentiell steigenden Menge an Wissen, insbesondere im digitalen Kontext. Neben einem prinzipiellen Unterschied zwischen dem Verfallsprozess chemischer Elemente (der die Grundlage der Halbwertszeit darstellt)42 wird durch diesen Mythos verschleiert, „dass die Bezugsgröße dieser Halbwertszeit in der Regel nicht sich änderndes Wissen (z. B. die Verdrängung älterer Theorien durch neue Erkenntnisse als tatsächliche ‚Entwertung‘ von Wissen) ist“, sondern die rein quantitative Messung eines sozialen Verhaltens im wissenschaftlichen Publikationswesen darstellt.43 Dies führt nicht nur „zu einer mythologischen Verklärung von Big Data“, sondern vor allem „dazu, dass immer mehr Menschen diejenigen Informationen, die ihr Weltbild bestätigen,“ zu Wissen erklären.44 Das gilt sowohl für diejenigen, die mangels echtem Wissen Befürchtungen und Ängste hegen, als auch für diejenigen, die zwar über sehr detaillierte Informationen, aber noch kein (echtes) Wissen verfügen.45

Aufklärung 2. Ordnung

„Es irrt der Mensch so lang er strebt.“

Gott greift gegenüber Mephisto ein grundsätzliches Problem der Wissensgenerierung auf, indem er diesen Satz spricht. Der Irrtum selbst ist für ihn jedoch nicht das Problem von Wissen. Irrtümer kann man nämlich korrigieren und daraus vielleicht sogar viel lernen und besseres Wissen generieren. Erst wenn der Anspruch verloren geht, Wissen auf seine Übereinstimmung mit der Wirklichkeit zu überprüfen, um Irrtümer zu erkennen, bzw. wenn die Möglichkeit fehlt*, überprüfen zu können, ob ein Irrtum vorliegt, tauchen ernsthafte Probleme auf. Magischer Digitalismus: gerade das scheint sich im Moment, als „Ausdruck und Folge einer neuartigen Infrastruktur von Information“ sowie als „ein Tiefeneffekt digitaler Vernetzung“ gesellschaftlich und politisch zu entwickeln, denn Fake-News beispielsweise sind ein (lange bekanntes) soziales, kein digitales Problem.46 Zeit für eine digitalen Ausgang des Menschen aus seiner „selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Das habe ich gemeinsam mit Siegfried Lautenbacher im Rahmen unseres Corporate Blogs bereits festgehalten. Aber „Die Rede vom postfaktischen Zeitalter ist [zugleich] ein Symptom der diskursiven Selbstaufgabe von Wissenschaft, die eigentlich für die Erzeugung gesicherter, prinzipiell jedoch unvermeidlich vorläufiger Erkenntnis zuständig ist.“47 Auseinandersetzung mit der Welt und der Spiegel der anderen: Damit gestatte ich mir einen Hinweis auf eine letzte und meistenteils völlig unterbelichtete – und zum Teil auch negierte – Dimension von Wissen. Wissen ist eine zutiefst soziale Eigenschaft von Menschen, das über kollaborative Zusammenarbeit genauso gewonnen werden kann, wie über die diskursive Auseinandersetzung im Rahmen von Wissenschaft oder das Miteinander mittels der Sozialen Medien.48

Hinzu kommen muss deshalb, und hier schließe ich mich den Ausführungen von Bernhard Pörksen an, eine Aufklärung 2. Ordnung. Für mich hat die Krise nämlich auch unmittelbar mit der Struktur des Wissens als technizistisches und individualistisch verkürztes Wissen – und seiner bloßen Vermittlung – zu tun.49 „Bildungsverantwortliche und Wissensarbeiter in Schulen und Hochschulen, in Redaktionen und in öffentlichen Debatten müssen heute nicht mehr nur verkünden, was sie selbst für richtig und wichtig halten […][sondern] müssen [auch] erklären und wieder erklären, wie sie arbeiten und warum sie sagen, was sie sagen.“50 Wenn man so will, dann heißt das ernst zu machen mit dem, was Kant als Bedingung für die Aufklärung bereits benannt hatte:  „Der öffentliche Gebrauch seiner Vernunft […] allein kann Aufklärung unter Menschen zustande bringen.“51 Erst ein über den öffentlichen Diskurs, und damit ein auf reflexive Art und Weise erworbenes Wissen, hat eine Bedeutung für die Wissenden und leitet zu sinnvollem, wie auch verantwortungsbewusstem, Handeln an. Auch und gerade im digitalen Kontext. Ein vielfach geforderter (und von Google eingeführter) „Faktencheck“ alleine wäre hierfür also nicht ausreichend, denn Fakten (bzw. noch mehr Daten) alleine spielen eine äußerst widersprüchliche Rolle. „Was für liberal gesinnte Geister bleibt, ist die manchmal beglückende und manchmal schreckliche Sisyphusarbeit des Diskurses, die nun überall stattfinden muss“52 dem kann ich an dieser Stelle nichts sinnvolles mehr hinzufügen, außer auf den letzten Teil (3-2) meines Blogbeitrages zu verweisen, der sich mit der Frage beschäftigt, was man vom Wissen über das Wissen bezüglich der Vermittlung des Wissens lernen kann.53

* Ergänzungen am 11.01.2017

Nun bin ich noch einmal über diesen Beitrag gegangen, um Ergänzungen und kleinere Korrekturen vorzunehmen. Ich habe dies immer so gehandhabt, dass der Sinn erhalten geblieben ist und zumindest größere Änderungen, wie die von ganzen Sätzen, mit einem * markiert.

Nachtrag am 10.02.2017

„Für sehr viele Geschehnisse gibt es aber keine offenkundige, eindimensionale, einfache Ursache. Die Dinge sind schrecklich verwickelt. Milliarden von Menschen schaffen seit Tausenden von Jahren immer neue, komplizierte Gründe, Folgerungen und Ursachen. Der Mensch kann mit so viel Unsicherheit nicht leben.“54

Wie immer ist Thomas Fischers Kolumne auch hier spannend zu lesen. Diesmal ist sie aber auch zugleich erschreckend55 und in den späteren Ausführungen auch passend zu dem, was diesen Blogbeitrag von mir inhaltlich auszeichnen sollte. „Die Uninformiertheit der Redaktionen solcher Formate ist Programm, viel mehr noch als die selbstgefällige Ahnungslosigkeit der zu Intellektuellen emporfantasierten Moderatoren.“56 Dies wäre eigene Ausführungen wert und ich werde das sicher auch einmal machen, weil mir das im Rahmen von Argumentationstrainings immer wichtig war. Bzw. da ich dazu immer schon die Anmerkung gemacht hatte, dass gerade diese Art von Diskussionssendungen leider überhaupt nichts damit zu tun haben, zu argumentieren. Schlimmer noch mit Stand heute: für mich bereiteten sie schleichend das Fundament dafür vor, auf dem sich nun schließlich die Hasskommentare der sozialen Medien Ausdruck verleihen. Aber wie gesagt, geht es mir um diesen Aspekt hier nicht. Ich will noch einmal die Konklusion von Thomas Fischer aufgreifen die er folgendermaßen formuliert:

„Drum wird, seit jeher, lieber irgendeine Erklärung genommen als gar keine, und sei sie auch noch so stupide. Nicht die Richtigkeit zählt, sondern die Gemeinsamkeit der Überzeugung von der angeblichen Richtigkeit – sie ermöglicht soziale Orientierung, Bestätigung von Moral, Normen, sozialer Struktur.“57

Es ist auf seine Art formuliert das, was ich mit der existenziellen Frage von Wissen meine. In dem Moment, in dem das Bedürnis zu wissen, was los ist, nicht (mehr) seriös befriedigt wird oder werden kann, führt dies zu ernsten Konsequenzen, wie unschwer zu beobachten ist. Das ist leider – oder vielleicht sogar glücklicherweise – „nicht nur bei uninformierten und ungebildeten Menschen so, sondern auch bei hochdifferenzierten Personen und solchen, die von Berufs wegen auf Offenheit der Wahrnehmung und Realitätskonstruktion achten sollten“.58 In jedem Fall ein Auftrag, auch darüber nachzudenken, wie Wissen vermittelt und Informationen gegeben werden.

  1. Das Zitat habe ich dem sehr weitreichenden Blogbeitrag von Bernhard Pörksen mit dem Titel „Die postfaktische Universität“ entnommen. []
  2. s.o. []
  3. Und zu dem auch bzw. gerade die sozialen Medien gut einzusetzen sind. []
  4. Man bemerke, dass es mir um den Wahrheitsanspruch geht und nicht um die Frage, ob es „die Wahrheit“ gibt oder geben könnte. Ich werde darauf zurückkommen. []
  5. Ich glaube nicht, dass man für das, was Donald Trump über die sozialen Medien verbreitet, tatsächlich Diskurs sagen kann. Genauso wenig wie man das über das Verhalten derjenigen sagen könnte, die über Hass Kommentare eigentlich einen Diskurs vermeiden wollen. []
  6. Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Teil 1, Nacht. Der Originaltext ist hier auf Wikisource in voller Länge zugänglich. Ich füge jeweils die Zeilenzahl hinzu, hier 358ff. []
  7. Sehr gerne und gewinnbringend erinnere ich mich an das Seminar an der Hochschule für Philosophie bei Prof. Josef Schmidt zurück. Speziell für diesen Blogbeitrag habe ein wenig in meinen Aufzeichnungen geblättert. []
  8. Der Skeptizismus erhebt den Zweifel zum Prinzip des Denkens, der radikale Skeptizismus, dem Dr. Faust anhängt, ist dagegen eine Position, die jegliche menschliche Erkenntnisfähigkeit bestreitet. []
  9. Die erste Szene des ersten Teils gehört quasi zum Uhr bestand von Goethes Faust, dem sogenannten Urfaust. []
  10. Etwas genauer: Die Parallele beruht für mich zum einen darauf, was ich an verschiedenen unterschiedlichen Stellen schon zum Thema digitale Revolution geschrieben habe (bspw. hier und hier) und zum anderen aus den Herausforderungen der sozialen Medien in Bezug auf Demokratie und Rechtsstaat. Sowie natürlich die neue Art von Kriegsführung über terroristische Selbstmordattentate. Insgesamt also einer Welt, in der sich technologisch ganz viel tut und die zugleich politisch im Umbruch hängt, wobei beides zusammenhängt. []
  11. Hier gibt es einen schönen Blogbeitrag zur Entstehungsgeschichte und historischem Vorbild des Faust von Christian Schacherreiter. []
  12. a.a.O., 383f. []
  13. „Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Immanuel Kant in seinem kurzen Aufsatz hier. []
  14. Und kann eigentlich unmittelbar von rechten Gruppierungen bis hin zu Neonazis angesprochen und bedient werden. Es ist dann nicht der Erdgeist, dem Faust als universelle Gemeinschaft begegnet, sondern eine organistisch verstandene Volksgemeinschaft, die das Ziel der Wünsche darstellt. []
  15. a.a.O., 280ff. []
  16. Ich finde, dass ein schönes und paralleles Motiv auch das des Sündenfalls der Menschheit darstellt: nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, können Sie zwischen Gut und Böse unterscheiden. Sie sind damit „verurteilt zur Erkenntnis, zum Gewahrwerden dessen“, was sie tun und von daher in ihren „menschlichen Beschränkungen auch zum ‚Sündigen'“ – Wikipedia: Sündenfall. []
  17. „Vor allem aber bestehen Fake News aus verschiedenen Phänomenen, viele uralt, ein paar internet-neu.“ Zu den unterschiedlichen Arten von Pseudo Fakten und Fake-News hat Sascha Lobo hier einige sehr treffend zusammengestellt. []
  18. „Noch kein Krieg, noch kein Wahlkampf kam ohne Fake-News oder Propaganda aus.“ Ich zitiere aus dem interessanten Kommentar von Konrad Becker und Felix Stalder im Standard mit dem Titel „Politik und Medien zwischen Big Data und Postfaktizität“ zu finden ist. []
  19. An dieser Stelle verwende ich den Terminus Nichtwissen also anders, wie in Blogbeitrag zwei. []
  20. So gesehen können Lügen überhaupt nur als Lügen funktionieren, wenn es einen entsprechend wahren Gesamtrahmen gibt. Hierzu verweise ich auf den interessanten Beitrag „Krieg gegen die Wahrheit“ von Andreas Zielcke in der Süddeutschen Zeitung online, aus dem auch das Zitat stammt. []
  21. a.a.O.; Der gröbste Fehler, der hier im Rahmen politischer Argumentation leider viel zu oft erfolgt, ist der, den entsprechenden Menschen Dummheit zu unterstellen. []
  22. „Individuelle Realität entsteht in Übereinstimmung mit Erzählungen, die einen Bezugsrahmen in der Echokammer des Hörensagens etablieren“ – Becker & Stalder a.a.O. []
  23. Auch die Praxis der Erkenntnistheorie ist ein durchaus aufwändiges Unterfangen, hat jedoch eine lange philosophische Tradition und beginnt meines Erachtens quasi mit der Menschwerdung. []
  24. Metaphysik will ich hier ausdrücklich als philosophische Disziplin und im ursprünglichen Bedeutungskontext von jenseits bzw. hinter der Physik liegend verstanden wissen. []
  25. Wikipedia: Intelligibel []
  26. Ich würde diesen Aspekt nicht mehr aus, weil ich das schon sehr oft im Rahmen meiner unterschiedlichen Werke getan habe. Ich oute mich hier nur als jemand, der menschliches zusammen leben und soziale Gemeinschaft vor allem handlungstheoretisch sieht. []
  27. In der philosophischen Tradition hat die Introspektion auch wissenschaftstheoretisch eine sinnvolle Vorgeschichte. Im Rahmen empirischer bzw. naturwissenschaftliche Forschungen kann diese Perspektive – prinzipienbedingt – nicht greifen, was eine ernsthafte Beschränkung ausmacht. []
  28. Die Neurowissenschaften können sehr schön beschreiben, wie das emotionale Kodieren über das limbische System funktioniert. Über den Grund bzw. die Funktion können Sie dem gegenüber nur das transportieren, was im Bereich der philosophischen und pädagogischen Tradition schon lange diskutiert worden ist. []
  29. Ich vereinfache an dieser Stelle, in dem ich die Begriffe Emotion und Gefühl synonym verwende. []
  30. Gerade diese Beziehung dürfte ein wichtiger Grund dafür sein, dass es so schwer fällt, „falsches“ Wissen – beispielsweise in Form von Ideologien – aufzugeben. []
  31. Ausführlich und tatsächlich sehr metaphysisch habe ich mich damit in meiner Seminararbeit „Die Innenseite des Universums“ auseinandergesetzt. „Da der Kosmos offensichtlich Leben und bewusste Beobachter hervorgebracht hat, muss es auch einen Platz und Stellenwert für Bewusstsein und Erleben innerhalb dieses Universums geben“ hatte ich dort geschrieben (Seite 21). Besonders verweisen möchte ich auf die Grundlage dieser Arbeit, nämlich das geniale Werk von Gregg Rosenberg „A Place for Consciousness. Probing the Deep Structure of the Natural World“. Hier ein kleines Video über seine Theorie, Alfred North Whitehead folgt: https://www.youtube.com/watch?v=5FoBo4y9wTY  []
  32. Jedenfalls nach der Überzeugung von Goethe, interpretiert man diesen Absatz in diese Richtung. []
  33. Was, wie bereits erwähnt, im Rahmen philosophischer Erkenntnistheorien unterschiedlich verhandelt wird. []
  34. „Our shoddy thinking about the brain has deep historical roots, but the invention of computers in the 1940s got us especially confused.“ Wie falsch die Metapher des Geistes bzw. Gehirns als informationsverarbeitende Maschine ist greift Robert Epstein in seinem Aufsatz „The empty brain“ gekonnt auf. Nicht besser machen es allerdings seine alternativen Überlegungen, die im Kern auf behavioristische Ideen zurückgehen. []
  35. D.h., bereits Informationen haben Bedeutung und Geltung für diejenigen, die sie suchen oder geben. Vergleiche hierzu Peter Janich (2006): Was ist Information? S. 19. []
  36. „Machbarkeit ist die Grundvorstellung der Naturwissenschaft geworden […] Erkennen heißt nachbauen können“ – Lothar Schäfer, S. 46. []
  37. In diesem Sinne bin ich auf der festen Überzeugung, dass nur technizistisches Wissen, wie ich es in Teil 1, in Form von explierbaren Inhalten sowohl die Grundlage von „Big Data“ darstellt, als auch am ehesten von Computern übernommen und prozessiert werden kann. []
  38. Hier ist der entsprechende Kolumnenbeitrag „Wie unser Technik-Aberglaube allen schadet“ von Sascha Lobo. []
  39. Sascha Lobo auf Spiegel Online mit der Feststellung: Gegen Fake News hilft kein Gesetz. Er unterscheidet sehr gekonnt in Propaganda, Erregungsenten, Satire, Zuspitzungen, Interpretationen, Noch-Nicht-Gewissheiten und Unüberprüfbarkeiten. []
  40. Hannah Arendt: „Nach Auschwitz. Essays & Kommentare 1“. Eine kurze Rezension findet sich hier. []
  41. Sascha Lobo, a.a.O. []
  42. Physikalische Halbwertszeiten können sich nicht verkürzen []
  43. Halbwertszeiten des Wissens bezeichnet im Sinne der Bibliometrie den Tatbestand, dass gemessen wird, wie alt oder jung die jeweils zitierten Quellen in den Werken sind. Was unter keinen Umständen mit altem oder neuen Wissen gleichzusetzen ist. Vgl. dazu insgesamt den bemerkenswerten Aufsatz von Christian Wolff (2008): Die Halbwertszeit der Wissenszwerge. Anmerkungen zu einigen „Mythen“ der Wissensgesellschaft. In: In: Geisenhanslüke, A. & Rott, H. (Hrsg.): Ignoranz – Nichtwissen, Vergessen und Missverstehen in Prozessen kultureller Transformationen. Bielefeld: transcript. Das Zitat findet sich auf S. 16. []
  44. Becker & Stalder a.a.O. []
  45. Ein Digitalaberglaube, der „aus der Hybris, der Selbstüberschätzung der Wissenden entsteht“ – Sascha Lobo hier. []
  46. Pörksen (2016): „Die postfaktische Universität„. []
  47. Pörksen (2016): „Die postfaktische Universität„. []
  48. Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich der Wissensbegriff alleine an der individuellen Reproduzierbarkeit im Sinne des Auspeichern von Informationen aus dem Gedächtnis orientiert. Dabei sind Menschen in diesem Bereich noch nicht einmal besonders gut, sieht man vom faktenbezogenen Auswendiglernen ab. []
  49. Genauer eigentlich: als meistenteils bloße individuelle Informationsanteile des Wissens. Siehe hierzu auch die Blogbeiträge eins und zwei. []
  50. Pörksen, a.a.O. []
  51. Kant, a.a.O. []
  52. Pörksen, a.a.O. []
  53. Dieser Teil ist noch in Arbeit und wird etwas dauern. []
  54. Thomas Fischer im Rahmen seiner Kolumne Polizei II – Wir Prügelknaben. []
  55. Ob der Formate von Talkshows in öffentlich-rechtlichen Sendern  sowie vor allem der zitierten Leser Briefe an ihn. []
  56. a.a.O. []
  57. a.a.O. []
  58. a.a.O. []
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