Digitale Sozialität – Teil 1

„Wo der Mensch so wenig in sich, sondern stets außer sich zu existieren gewohnt ist, wo er so wenig durch sich selbst ist und alles durch andere, durch den Gebrauch äußerlicher Werkzeuge zu werden suchen muss, wo er folglich nur selten sich selbst genug sein kann, wo er einen großen Teil seiner moralischen, ja man kann dreist behaupten, auch seiner physischen Freiheit, Preis gibt […].“

Die kulturpessimistische Kritik an den Social Media ist so alt wie die Social Media selbst. Die dabei gebrauchten Argumente sind tatsächlich noch viel älter, wie das obige Zitat zeigen soll, welches im Lesen! als Sucht eine „Veräußerlichung“ des Menschen sieht, die ihn von seinem (innerlichen) Selbst abbringt.1 Ich zitiere aus einem Traktat mit dem Titel „Über die Mittel, dem Geschlechtstriebe eine unschädliche Richtung zu geben.“ Kritisiert werden quasi die virtuellen Auswirkungen, die das Lesen von Literatur mit sich bringt. Hintergrund der Kritik ist die Ausdifferenzierung der ständischen Gesellschaft zu dieser Zeit, was neue Kommunikationsformen notwendig macht, aber auch ermöglicht.2 In der Konsequenz bedeutete dies, dass sich gesellschaftlich benachteiligte Gruppen lesend ihren Zugang zur Gesellschaft erkämpften – und diese damit unwiderruflich verändert haben.3 Aus der Geschichte der Social Media, vor allem jedoch aus ihrer grundlegenden Funktionsweise, kann man zum einen ableiten, warum sie so erfolgreich sind, zum anderen, warum sie auf so vehemente Kritik stoßen. Warum sie sogar dazu geeignet sind, neue soziokulturelle Verhaltensweisen, wie etwa spezielle Lese- und Schreibgewohnheiten zu erzeugen und damit als disruptive Technologien fungieren. Was wiederum und beinahe reflexhaft zu entsprechenden Abwehrhaltungen – mit altbekannten Argumenten – führt, wie es eindrucksvoll im Blog „Digitaler Dogmatismus und analoge Demenz“ von Bob Blume geschildert wird.4 Zeigen möchte ich den positiven Zusammenhang, also den des Erfolgs, anhand ausgewählter Stationen der Geschichte des Internet (Teil 1, siehe unten). Den disruptiven Charakter sozialer Netzwerke werde ich in Teil 2 (hier) speziell an Errungenschaften des Web 2.0, also des interaktiven Internet, und in Auseinandersetzung mit der historisch alten kulturpessimistischen Kritik der „Lesesucht“, zeigen.

Bild: Pierre Antoine Baudouin - Die Lektüre (ca. 1760). Verwendung als gemeinfreie Datei. URL: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Baudouin,_Pierre_Antoine_-_La_Lecture_-_c._1760.JPG?uselang=de

Mit diesem Bild symbolisiert Pierre Antoine Baudouin die damals weit verbreitete Kritik der „Lesesucht“. Insbesondere für Frauen wurde eine schädliche Wirkung bis auf die Körperebene prognostiziert. Ganz allgemein rief die um 1800 mit steigender Buchproduktion aufblühende „Romanleserey“ Kulturpessimisten auf den Plan. Sie sahen in der zunehmenden Literarisierung der Allgemeinheit einen Verfall der guten Sitten. Das deckt sich nicht zufällig mit der Entstehungsgeschichte der Erwachsenenbildung in Form von „Lesegesellschaften, Selbstbildungsorganisationen [und] Diskussionszirkel.“5 Dies behandle ich noch speziell in Teil 2 dieses Blogs (hier).
Bild (= Beitragsbild als Ausschnitt): Pierre Antoine Baudouin – Die Lektüre auf den Wikimedia Commons (ca. 1760)(Ausschnitt). Verwendung als gemeinfreie Datei (CC 0).

Die Erfolgsstory der Social Media

Was genau macht nun – entgegen der Kritik – den unglaublichen Erfolg der Social Media aus? Auf einen Nenner gebracht ist es für mich die Tatsache, dass Social Media, bzw. ganz allgemein Social Software, ein uraltes Bedürfnis der Menschen auf eine ungeheuer effiziente und weicht reichende Art befriedigen können: das Bedürfnis sich Mit-Zu-Teilen, also auszutauschen und dabei Netzwerke zu bilden.6 Nicht umsonst sind der Share-Button, die Statusmeldung (Was machst du gerade?) sowie das „Liken“ zum Markenzeichen von Social Software geworden. Auf einer allgemeinen Ebene formuliert: Menschen kommen immer in Gemeinschaften vor. Konstitutives Merkmal menschlicher Gemeinschaften ist es, sich mitzuteilen, auszutauschen und miteinander zu kommunizieren, kurz: Anteil aneinander nehmen.7 Das funktioniert als kulturelles Phänomen in der Regel medial vermittelt, aber analog wie digital gleich gut, wobei es dennoch einige Unterschiede gibt. Zeigen kann man das in meinen Augen sehr gut, wenn man die Historie der Entstehung des Internets betrachtet.

Ein wenig Internetgeschichte

Mit einem entsprechenden Blick auf die Geschichte kann man bereits vor dem „Social Web“ zeigen, dass sowohl die Ursprünge, als auch die gesellschaftliche Verbreitung des Internet untrennbar mit dem Durchbruch verschiedener kommunikativer Verfahren und Beteiligungsformen darin verbunden ist.8 Gerade anhand der rein technischen Seite lässt sich zeigen, wie wichtig und entscheidend eine soziale Rückbindung für die technische Entwicklung ist, denn Technologien gibt es nicht „von Natur aus“. Noch weniger werden Technologien schon alleine deshalb verwendet, weil sie existieren.9 Doch zurück zum kurzen historischen Abriss: Bereits in der ersten Phase, dem Arpanet als Vorläufer des Internet, ging es primär um die Lösung von Kommunikations- und Vernetzungsproblemen zwischen den beteiligten Institutionen. Es hält sich zwar bis heute hartnäckig das Gerücht, dass das Internet eine „Erfindung“ des Militärs gewesen sei. Doch obwohl eine Studie die Robustheit des historisch dezentralen Arpanet im Falle eines Atomkrieges aufgewiesen hatte, war es dennoch nicht das Militär, das die Entwicklung des Internet vorantrieb. Es wurde mit der Entwicklung des Internet vor allem nach einer einfachen Methode gesucht, die zu knappen Rechenkapazitäten der einzelnen Hochschulen besser nutzbar zu machen.10 Eine Möglichkeit war dabei der Aufbau dezentraler Netzwerkverbindungen, die damals noch per Telefonleitung hergestellt werden mussten.11 Bereits 1979 existierte dann das Usenet: „Das Usenet lässt sich vergleichen mit einer Art schwarzem Brett, auf welchem jeder Nutzer Kommentare hinterlassen konnte.“12 Die Grundfunktionen heutiger sozialer Netzwerke wie etwa persönliche Profile, Chatfunktionalitäten oder Versand von Nachrichten an andere wurden schließlich Ende der 80er Jahre, beispielsweise durch AOL oder CompuServe, eingeführt. Eines der ersten Beispiele für soziale Netzwerke ist schließlich die 1995 gegründete US-amerikanische Schulfreunde-Gemeinschaft Classmates.com.13 Soweit der technische Rekurs.

Am Anfang stand der Witz

„Ende der 1970er Jahre entwickelten Randy Suess und Ward Christensen das Bulletin Board System (BBS). Damit konnten Nutzer Daten, Nachrichten und andere Informationen auf öffentlichen Boards posten.“

Noch einmal zurück in der Geschichte und zu der Frage des konstitutiven soziokulturellen Entwicklungszusammenhangs des Internet. Bei den oben zitierten Bulletin Boards14 handelte es sich in der Regel um örtliche Communities, weil die Kosten für die IT-Infrastruktur noch sehr hoch waren. Dennoch: Auf ihnen konnte man sich textbasiert in Fragen von Alltagsproblemen informieren oder auch in Bezug zu speziellen Problemstellungen beraten lassen. Im Rahmen eines solchen Boards wurden schließlich die Emoticons, die mittlerweile gängige Anwendung zur kommunikativen Kennzeichnung von Gefühlszuständen sind, vorgestellt und verbreitet. Sie basieren nämlich auf dem schon vorher verbreiteten Smiley. Ausgangspunkt für die Erfindung des Smiley war ein physikalisches Experiment, das anhand hypothetischer Fragestellungen die Auswirkungen einer Kerze und von Quecksilber auf den Aufzug der physikalischen Fakultät im Board behandelte. Dies führte zu unerwarteten (panikhaften) Reaktionen der nicht darin involvierten Studierenden und Lehrpersonen und eröffnete die Frage, wie man solche Gedankenexperimente (und die Texte dazu) als Witz charakterisieren könnte. Nach längerer Diskussion auf dem Board schlug Scott E. Fahlman am 19. September 1982 (um 11:44) folgendes vor: „I propose the following character sequence for joke markers: :-)“15 Insofern könnte man tatsächlich sagen: am Anfang des Social Internet stand der Witz. Er steht paradigmatisch für die Vielfältigkeit und Zentralität menschlicher Kommunikation und fand schließlich seinen Ausdruck im darauf basierenden Smiley. Eine neue Form, den Mitgliedern der Communities auch die eigenen Gemütszustände mitzuteilen, war geboren worden.16

Den Bulletin Boards folgten relativ schnell regional weiter verbreitete Foren im Internet. Diese waren ebenfalls textbasiert. Gegründet und betreut wurden die Foren überwiegend ehrenamtlich von Menschen, denen sich in der Regel ein Problem, das auf diesem Forum behandelt wurde, selbst stellte. Oft handelte es sich also um Selbsthilfegruppen, die über Foren aktiv wurden. Manchmal wurden sie dann durch eine professionelle Seite unterstützt, wie beispielsweise in medizinischen Fragen durch Ärzte. Nachweisbar sind diese Foren (und die dazugehörigen Chats) seit den 1990er Jahren. Treibende Kraft der Verbreitung und vor allem Nutzung war auch hier der Wunsch, sich in einem Netzwerk mit Gleichgesinnten auszutauschen. In diesem Fall zu Problemen, die man hoffte in und mit einer Community besser lösen zu können. Erst daraufhin kam es zu einer breiten Kommerzialisierung des Internet, bei dem sich die unterschiedlichsten Unternehmen im Netz präsentierten. Aber tatsächlich erfolgreich im Netz wurden wiederum nur diejenigen Unternehmen, die sich der Interaktivität – und damit der kommunikativen Strukturen – zu bedienen wussten. Allen voran ging dabei Amazon mit der neuen Möglichkeit, die Erfahrungen bezüglich der bei Amazon erworbenen Produkte anderen mitzuteilen.17 Insofern wirkt(e) die digitale Sozialität bis hinein in die Geschäftsprozesse und den ökonomischen Erfolg.

Die fundamentale Sozialität von Menschen

Ich glaube, dass man die Bedeutung des fundamentalen sozialen Charakters von Menschen nicht hoch genug einschätzen kann, um zu verstehen, was Menschen auch in der Frage der Social Media bzw. bei der Nutzung von Social Software antreibt. Da ist zum einen die alte aristotelische Feststellung, dass Menschen von Natur aus politische Lebewesen sind (Zoon Politikon). D.h. nicht nur, dass Menschen immer in Gemeinschaften leben, weil sie gemeinsam stärker gegenüber die natürlichen Gefahren sind. Für Aristoteles bedeutet das Politische im Menschen, dass sie erst in ihren sozialen Netzwerken das Menschsein (und ihre Individualität) entwickeln können.18 Dem folgt philosophiegeschichtlich der deutsche Idealismus, hier allen voran Hegel. Die für politische Lebewesen notwendige gemeinsame Öffentlichkeit wird durch Kommunikation und dem sich Mit-Teilen hergestellt. Öffentlichkeit ist bereits zu dieser Zeit nicht nur als reale Präsenz in wirklichen Räumen zu verstehen, sondern kann auch in „virtuellen Räumen“ praktiziert werden, wie das Beispiel des Lesens (beispielsweise der sokratischen Dialoge) zu zeigen vermag. In diesem Sinne jedenfalls kommunizieren Menschen miteinander in ihren jeweiligen Netzwerken, um sich auf die Suche nach dem guten Leben zu machen (Sokrates). Das können Sie in unterschiedlichen Gesellschaftsformationen und mit unterschiedlichen Technologien mal mehr und mal weniger gut organisieren. Aber sie werden es in medial vermittelter Art und Weise immer tun. Dabei liegt es auf der Hand, dass sich hierbei natürlich die Medien – und damit die Handlungsweisen von Menschen – verändern und entwickeln.

Digital Na(t)ives

„Während die einen von den sogenannten ‚digital Natives‘ sprechen und die anderen sich auf die Verballhornung ‚digital Naives‘ geeinigt haben, versuchen andere den Generationenbegriff der Generation Y auf die täglichen Nutzer anzuwenden.“

Da hat Bob Blume mit seinem Blog schon recht:19 Jeder definitorische Versuch, einen medienkompetenten Umgang zu beschreiben, birgt die Problematik der Abgrenzung in sich. Und eine Kompetenzzurechnung rein aufgrund des Alters war noch selten hilfreich. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass junge Menschen mit den Social Media aufwachsen und damit (automatisch?) „richtig“ umgehen relativ hoch ist. Zumindest ist es so, dass sie relativ viel Zeit im sozialen Verbund via Internet verbringen. So waren 2012 tatsächlich 92 % der Jugendlichen täglich oder zumindest mehrmals in der Woche im Internet.20 Gerade diese Tatsache zeigt in meinen Augen, dass sich die fundamentale Verfasstheit von Menschen auf den digitalen (bzw. virtuellen) Raum überträgt. Was in der Konsequenz dazu führt, dass digitale Medien sowohl eine Erweiterung der eigenen Identität darstellen, als auch dazu in der Lage sind, das eigene soziale Netzwerk sowie den eigenen Lernraum zu erweitern.

Wofür soll das gut sein?

Ohne Zweifel ist ein damit einhergehender kultureller Medienwandel wiederum ein äußerst komplexes Phänomen. Er kann aber nicht dadurch bewältigt oder positiv begleitet werden, dass man jahrhundertealte Kritikpunkte wiederholt, wie es gegenwärtig in der kulturpessimistischen Fundamentalkritik an den Social Media geschieht. Und das gilt nicht nur deshalb, weil die weit verbreitete Praxis der Verwendung digitaler Netzwerke zeigt, dass diese Kritik nicht zutrifft. Sehr schön listet Felix Müller in der „Welt“ die allgemeinen und immer gleichen kulturkritischen Argumente auf, der sich auch wieder in der Kritik bezüglich der Social Media zeigt:21

  1. Wofür soll das bitte gut sein?
  2. Das braucht doch kein Mensch.
  3. Die Einzigen, die das wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.
  4. Das ist ja nur eine Modeerscheinung.
  5. Die Innovation verändert überhaupt nichts.
  6. Die Neuerung ist zwar ganz gut, aber nicht gut genug.
  7. Sie stürzt schwache Charaktere ins Verderben.

Grundsätzliches

Hilfreich ist in Bezug auf den medienkulturellen Wandel, den die Social Media auslösen, vielmehr, darüber nachzudenken, was deren grundsätzliche Eigenschaften sind und warum sie so nachhaltig auf die Menschen wirken bzw. einen so großen Erfolg haben. Warum also, so könnte man fragen, die digitalen Netzwerke tatsächlich in der fundamentalen Sozialität der Menschen gründen und was das für deren tägliches Leben bedeutet. Im Teil 2 dieses Blogs geht es mir weiter um die Frage, warum soziale Netzwerke vielfach einen Bruch mit der bisherigen Organisationsform von Kommunikation darstellen (hier), ebenfalls wieder am historischen Kontext orientiert. Und warum man gerade den Bruch (Disruption) an der kulturpessimistischen Kritik festmachen kann.

  1. Das Zitat stammt aus dem Buch „Körperströme und Schriftverkehr. Mediologie des 18. Jahrhundert von Albrecht Koschorke (2003), S. 402. Die Datei kann über den Link auch heruntergeladen werden. []
  2. „An die Stelle der ständisch-korporativen Segmentietung der Interaktionskreise treten Netzwerke von Fernrelationen. Jeder hat virtuell mit jedem zu tun und muß sich affektiv auf alle andern beziehen“ (a.a.O.). []
  3. Vgl. hierzu den wunderbaren Aufsatz von Pongratz (2003): Erwachsenenbildung zwischen Aufklärung und Instrumentalisierung. In: Ders.: Zeitgeistsurfer. Beiträge zur Kritik der Erwachsenenbildung hier. []
  4. Manfred Spitzers Fundamentalkritik dazu, dass Social Media „mit Notwendigkeit zu mehr Oberflächlichkeit“ führen wird, ist noch die harmlosere kulturkritische Abrechnung mit dem sozialen Netz. Zur Kritik von Manfred Spitzer habe ich hier und hier meine eigenen Gedanken schon geäußert. Ich finde, dass die Kritik von Manfred Spitzer gerade in Unkenntnis der Wirkungsweise der Social Media leicht als kulturpessimistische Wiederholung von Argumenten zu entlarven ist und vor allem nichts mit seinem Ruf als Neurowissenschaftler zu tun hat. []
  5. Vgl. auch hierzu Pongratz (2003), S. 9. []
  6. Dazu habe ich bereits in einschlägigen Zeitschriften Aufsätze veröffentlicht. Siehe beispielsweise hier oder in meinem Publikationsverzeichnis. Der Beitrag „Zeit für soziale Netzwerke“ im Themenschwerpunkt “Medien und Zeit” der Zeitschrift für Medienpädagogik vom April 2014 behandelt explizit zeitliche Zusammenhänge bei der Nutzung von sozialen Netzwerken. []
  7. Ganz besonders schön kann das im Werk von Michael Tomasello „Warum wir kooperieren“ nachlesen. Siehe hierzu meine Anmerkungen hier. []
  8. So gesehen ist auch Technikgeschichte immer eine Geschichte über menschliches Zusammenleben, soziale Umgangsformen und gesellschaftlich organisierte Produktion. []
  9. Zumindest nicht im Sinne einer massenhaften und weitverbreiteten Anwendung. []
  10. Die wesentlichen Probleme, die das Internet bezüglich Verschlüsselungstechniken und Datenschutz heute aufweist, liegen darin begründet. Der Grundgedanke war der eines offenen und transparenten Austauschs, nicht der einer höchstmöglichen Sicherheit. []
  11. „Das Arpanet wurde später erweitert, um Netzwerkverluste auszugleichen, aber der Hauptgrund waren die auch ohne nukleare Angriffe sensiblen Netzwerkverbindungen“ – Wikipedia: Arpanet. []
  12. http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~iug11/eg/Entstehung.html []
  13. https://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Netzwerk_%28Internet%29#Geschichte []
  14. Das Zitat habe ich folgender Seite entnommen: http://www.haufe.de/marketing-vertrieb/online-marketing/die-social-media-geschichte-im-ueberblick_132_298002.html. []
  15. Siehe hierzu den schönen Artikel http://www.zeit.de/digital/internet/2012-09/30-jahre-smiley-emoticon bzw. den Originaleintrag unter dieser URL: http://www.cs.cmu.edu/~sef/Orig-Smiley.htm. []
  16. Emoticons sind nicht Ausdruck eines Verlusts von Sprache, sondern ihrer Revolution.“ Wie sehr die Emoticons zu einer Bereicherung der Sprache beitragen ist in diesem Artikel von Lauren B. Collister schön zusammengetragen. []
  17. Insoweit könnte man auch sagen: Am Anfang des Web 2.0 stand … „der Eintrag bei Amazon“. Mit einiger Berechtigung jedenfalls kann man mit der Gründung von Amazon 1994 die Geburtsstunde des sogenannten „Mitmach-Web“ lokalisieren. Denn Amazon steht wie kein anderes Unternehmen auch für die soziale Nutzung des Internets durch die Einbindung der Kunden in das soziale Netzwerk von Amazon. Das mussten viele Unternehmen deutlich spürbar erfahren. []
  18. So gesehen stellt die aristotelische Betrachtung von Menschen als soziale und auf Gemeinschaft angelegte sowie Gemeinschaften bildende Lebewesen eine „Wesensbestimmung“ des Menschen dar. Ihm geht es um all die Bestandteile, die über eine rein private Existenz hinaus reichen. Das politische Wesen Mensch war in der Zeit von Aristoteles als „Poliswesen“ wiederum recht überschaubar. Ein Phänomen, das sich möglicherweise in der digitalen Sphäre wieder abbildet, weil in der Regel auch diese Communities überschaubar bleiben müssen. []
  19. Siehe oben. []
  20. Vgl. hierzu Grgic & Holzmayer (2012): Zwischen Fußball und Facebook. Jugendliche sind vielseitig interessiert. Über die Aktivitäten der Generation 2.0. In: DJI Impulse 3/2012, S.18-21, S. 20. []
  21. Hier zum nachlesen der Originalbeitrag. []
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3 Antworten

  1. Nachtrag – den Teil über die Entstehung des Smiley halte ich für sehr wichtig: Revolutionäre Veränderungen bringen in der Regel neue Symbole hervor (Peace Zeichen, @ , 😉 …) sind diese neuen Symbole verankert und allgemein verständlich, ist eine neue Stufe erreicht/ wirksam … heute z.b. der „Daumen hoch“

  2. Vielen Dank für diesen ersten Teil und die spannende Verknüpfung mit Veränderung in der Historie. Die List von Felix Müller lässt sich auch auf viele andere Veränderungen anwenden, ist in meinen Augen daher eher ein Beweis für natürliches Widerstansverhalten. Was ist „richtiges“ Verhalten in Social Media? (Im Abschnitt Digital Natives) – Je nach Perspektive kann auch Abstinenz richtig sein … Die Werte einer Gesellschaft oder Kultur geben einen Rahmen für richtig oder falsch und ist stetig im Wandel – Social Media ist für mich noch zu jung um es so zu beurteilen.
    Freue mich jetzt auf Teil 2

    • Servus Harald, da hast du natürlich vollkommen recht: die Liste lässt sich ganz generell auf das Problem von Changeprozessen und bezüglich Veränderungen anwenden. Noch interessanter und schöner zu lesen (und ich denke, darauf geht eigentlich auch diese Liste zurück) ist der Blog von Kathrin Passig „Standardsituationen der Technologiekritik“ unter http://www.eurozine.com/articles/2009-12-01-passig-de.html. Eigentlich möchte ich das noch einmal gesondert aufgreifen und werde dazu etwas in unserem Corporate Blog schreiben. Besonders unter dem Aspekt, wie man sinnvollerweise mit dem zu erwartenden Widerstand in Organisationen umgeht. Vielleicht gibts auch dafür geeignete Symbole ;-).

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